ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2000Helicobacter heilmannii und MALT-Lymphom

MEDIZIN: Referiert

Helicobacter heilmannii und MALT-Lymphom

Dtsch Arztebl 2000; 97(31-32): A-2114 / B-1795 / C-1605

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LNSLNS Helicobacter heilmannii, eine ursprünglich auf einige Haustiere begrenzte Zoonose, findet sich gelegentlich bei Menschen (ein Promille aller Helicobacter-Infizierten) und führt in der Regel zu einer milden asymptomatischen Gastritis. Möglicherweise spielt dieser Keim jedoch bei der Pathogenese des MALT-Lymphoms (MALT, Mucosa Associated Lymphoid Tissue) des Magens eine größere Rolle, ähnlich wie H. pylori. Fünf Patienten mit primärem Maltom des Magens wurden mit dreimal 40 mg Omeprazol und 750 mg Amoxicillin dreimal täglich über zwei Wochen therapiert. Eine H.-pylori-Infektion konnte durch Kultur, histologisch, serologisch oder mittels Polymerasekettenreaktion (PCR) ausgeschlossen werden. In allen fünf Fällen kam es durch Eradikation von H. heilmannii zu einer vollständigen histologischen und endoskopischen Tumorremission. Während einer zweijährigen Nachbeobachtungszeit trat ein Rezidiv ebenso wenig auf wie eine Reinfektion mit H. heilmannii. w

Morgner A, Lehn N, Andersen LP et al.: Helicobacter heilmannii-associated primary gastric low-grade MALT lymphoma: complete remission after curing the infection.
Gastroenterology 2000; 118: 821–828.
Medizinische Klinik I, TU Dresden, Fetscherstraße 74, 01307 Dresden.

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