VARIA: Personalien

Geburtstage

Dtsch Arztebl 2000; 97(31-32): A-2120 / B-1803 / C-1608

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LNSLNS Prof. Dr. med. Bruno Watschinger, ehemaliger Leiter der Inneren Abteilung des Elisabethen-Krankenhauses in Linz/Donau, vollendete am 14. Juni sein 80. Lebensjahr.
Watschinger hat als Mitarbeiter von Willem Kolff in Cleveland/Ohio den ersten serienmäßigen Einmaldialysator, den Twin-Coil, entwickelt und für die Serienproduktion verbessert. 1976 begründete Watschinger die Donau-Symposien für Nephrologie, die sich vor allem um den wissenschaftlichen Austausch zwischen West und Ost Verdienste erworben haben. Watschinger ist Mitbegründer der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie. Zu Ehren von Prof. Watschinger fand in Linz/Donau das 16. Symposium für Nephrologie statt.

Dipl.-Chemiker Prof. Dr. med. Friedrich Portheine, Arzt für Laboratoriumsmedizin in Nordhorn, wurde am 25. Juli 80 Jahre alt.
Nach dem Studium der Medizin und Chemie interessierte sich Portheine für Fragen auf dem Gebiet der Hygiene und des Umweltschutzes. 1949 begann er mit dem Aufbau einer klinisch-chemischen und einer arbeitsmedizinischen Abteilung am Hygiene-Institut des Ruhrgebietes in Gelsenkirchen. Er war seit 1959 in Nordhorn als Laborarzt niedergelassen und Inhaber eines Referenzlaboratoriums. Er ist in der Umweltmedizin weiter engagiert. 1991 stiftete er den Goethe-Wanderpokal der Bundes­ärzte­kammer zur Auszeichnung vorbildlicher und engagierter Taten im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Tabakmissbrauchs. Der Wanderpokal geht dieses Jahr nach Sydney und wird am 12. September an das Internationale Olympische Komitee (IOC) anlässlich der Generalversammlung des IOC in Sydney überreicht.
Prof. Dr. med. Walter Marget, Pädiater in Starnberg, von 1967 bis zu seiner Pensionierung (1975) Leiter der Abteilung für antimikrobielle Therapie und Infektionsimmunologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wurde am 1. August 80 Jahre alt.
Marget begann seine berufliche und wissenschaftliche Karriere am Mikrobiologischen Institut in Heidelberg; 1995 kam er an die Universitäts-Kinderklinik Augsburg, ehe er 1961 nach Freiburg wechselte, von wo er 1967 an die Universität in München berufen wurde. Internationale Anerkennung hat Marget als Gründer und Herausgeber der Zeitschrift „Infection“ erworben. Außerdem hat er die „European Society for Pediatric Infection Disease“ initiiert. Marget gehört zu den ersten Wissenschaftlern, die die Bedeutung von Lipid-A-Antikörpern untersuchten und damit den Weg für neue Arzneimittel bereiteten. Daneben hat Marget Nebenwirkungen von Antibiotika bei Neugeborenen erforscht und damit Wesentliches zur Chemotherapie bei Neugeborenen geleistet. In Anerkennung seines Wirkens ist er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. 1999 erhielt er den Escmid-Award for Excellence, verliehen anlässlich des 9. European Congress of Clinical Microbiology and Infectious Diseases.

Prof. Dr. med. Georg Machnik, Pathologe, Rektor der Friedrich-Schiller-Universität Jena, feierte am 5. August seinen 65. Geburtstag; er scheidet aus seinem Amt aus, das er seit 1993 engagiert geführt hat. Ihm ist es gelungen, die Wissenschaftslandschaft am Standort Jena zu gestalten und in die Hochschullandschaft Deutschlands einzuordnen.

Prof. Dr. med. Dr. jur. h. c. Fritz Scheler, Facharzt für Innere Medizin, ehemaliger, seit 1993 entpflichteter Ordinarius für Innere Medizin und ehemaliger Abteilungsvorsteher der Abteilung Nephrologie und Rheumatologie am Inneren Zentrum Medizin der Universität Göttingen, wurde am 5. August 75 Jahre alt.
Scheler, in Thüringen geboren, studierte an den Universitäten Göttingen und Freiburg Medizin. Staatsexamen und Promotion zum Dr. med. im Jahr 1954. Scheler begann seine berufliche und wissenschaftliche Karriere als Assistent am Pharmakologischen Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Göttingen. Für das Fach Innere Medizin habilitierte er sich im Jahr 1963. 1967 wurde er Abteilungsvorsteher und 1974 Ordinarius für Innere Medizin an der Universität Göttingen.
Zum Vorsitzenden der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (Köln) wurde Scheler 1981 gewählt, ein Amt, das er bis 1993 innehatte. Er engagierte sich darüber hinaus für den Auf- und Ausbau des Dialysezentrums in Göttingen, neben Freiburg dem ersten in der Bundesrepublik Deutschland. 1992 wirkte er bei der Gründung des Nephrologischen Zentrums in Niedersachsen in Hann. Münden mit und entwickelte Konzepte für die Heimdialyse. Scheler, ein Pionier der Nephrologie, hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und Monographien vor allem aus dem Gebiet der Nephrologie und Dialysebehandlung sowie über pharmakologische und pharmakokinetische Themen veröffentlicht, so zum Beispiel über die Digitalis-Glykoside. Sein Vortrags- und Schriftenverzeichnis umfasst weit mehr als 200 Titel. Scheler ist einer der wenigen deutschen Wissenschaftler, die mit der Ehrendoktorwürde Dr. jur. h. c. (Universität Göttingen) ausgezeichnet wurden. Er ist unter anderem in Anerkennung seines Einsatzes und Wirkens in der ärztlichen Fortbildung mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette ausgezeichnet worden, verliehen durch die Bundes­ärzte­kammer. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1996); er wurde 1994 anlässlich des Deutschen Ärztetages mit der Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft ausgezeichnet. EB
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