ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2000Vertragsärzte: Keine Welle der Niederlassung

AKTUELL: Akut

Vertragsärzte: Keine Welle der Niederlassung

Dtsch Arztebl 2000; 97(33): A-2129 / B-1805 / C-1721

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Bedarfsplanungs-Richtlinien des Bundes­aus­schusses beanstandet
Es droht keine neue Niederlassungswelle. Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium hat die BedarfsplanungsRichtlinien des Bundes­aus­schusses der Ärzte und Krankenkassen beanstandet. Diese widersprächen den Zielen der Gesundheitsreform 2000.
Bereits vor Wochen hatten die Kassenärztliche Bundesvereinigung und ärztliche Berufsverbände vor der Umsetzung der Richtlinie gewarnt. Das jetzige Ergebnis werten sie als Erfolg: Durch die vorhersehbare erhebliche Zunahme der Vertragsärzte befürchteten sie einen verschärften Verteilungskampf.
Als Rechtsbeugung und Akt undemokratischer Willkür kritisierte der Marburger Bund die Stornierung der Richtlinie. Das Ministerium trete niederlassungswilligen Ärzten vors Schienbein und stelle die eigenen Absichten höher als das Gesetz.
Tatsächlich folgte die geplante Richtlinie dem Wortlaut der Gesundheitsreform 2000. Diese schreibt dem Bundes­aus­schuss vor, sich in seiner Richtlinie für die hausärztliche Versorgung am Jahr 1995 zu orientieren. Mit einer Zunahme der Arztzahlen hatte man nicht gerechnet. Vielmehr ging es darum, die Zahl der Vertragsärzte zu begrenzen. Der Bundes­aus­schuss muss nun Richtlinien vorlegen, die dem Sinn und Zweck der maßgeblichen Normen des SGB V entsprechen.

Ministerin Andrea Fischer will Arztzahlen begrenzen Foto: BMG
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema