ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2000Genpatentierung: Aufruf unterzeichnet

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Genpatentierung: Aufruf unterzeichnet

Dtsch Arztebl 2000; 97(33): A-2130 / B-1806 / C-1722

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LNSLNS Die Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen schließt sich Protest gegen Patente an.
Einstimmig hat das Präsidium der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen den Aufruf „Gegen die Patentierbarkeit menschlicher Gene“ unterzeichnet, den der Bundestagsabgeordnete Dr. med. Wolfgang Wodarg sowie der französische Abgeordnete und Professor für medizinische Genetik, Jean-Franc¸ois Mattei, im Internet gestartet hatten (siehe DÄ 17 und DÄ 28–29/
2000). Der Aufruf richtet sich an den Präsidenten der Europäischen Kommission, Romano Prodi. „Wir sind der Meinung, dass die Patentierung menschlicher Gene ein Nonsens ist“, sagte der Präsident der Hessischen Lan­des­ärz­te­kam­mer, Dr. med. Alfred Möhrle, zur Begründung.
Über die Umsetzung der EU-Patentrichtlinie, die die Patentierung von Genen regeln soll, in deutsches Recht hat in der letzten Woche ein Gespräch von Vertretern des Bundesforschungs- (BMBF) und des Bundesjustizministeriums (BMJ) sowie Experten aus Forschung, Wissenschaft und Industrie stattgefunden. Wie ein Sprecher des BMBF erklärte, wurden Fragen der Ethik, der Rechtssicherheit und der Verhinderung von Monopolen diskutiert. Der Gesetzentwurf, den das BMJ bereits vorgelegt habe, werde entsprechend modifiziert.

Aufreinigung von DNA durch dichte Gradientenzentrifugation: Die angefärbte DNA wird mit einer Spritze abgesaugt. Foto: Bayer
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