VARIA: Wirtschaft

Schreck nach 99 Jahren

Dtsch Arztebl 2000; 97(33): A-2181 / B-1856

PER

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LNSLNS Statt ein Grundstück zu kaufen, können Bauherren sich um ein Erbbaurecht bemühen. Die Erbpacht beträgt in der Regel jährlich drei bis fünf Prozent des Grundstückswertes. Erbbaurechte werden meist von den Kirchen oder von den Kommunen vergeben. Den vermeintlichen Vorteilen stehen aber auch Nachteile gegenüber.
Ein Erbpacht-Grundstück kommt vor allem in den ersten zwanzig bis dreißig Jahren erheblich günstiger als finanziertes Bauland. Für Familien mit knappem Einkommen und mit wenig Eigenkapital bietet sich deshalb das Erbbaurecht an. Ein Nachteil ist, dass die Erbpacht dauerhaft gezahlt werden muss, wohingegen ein Kredit früher oder später getilgt ist. Noch schwerer wiegt allerdings, dass das Erbbaurecht in der Regel auf 99 Jahre befristet ist. Danach erhält der Grundstücksbesitzer nicht nur sein Land zurück – auch das darauf stehende Haus geht unter Umständen in sein Eigentum über. Dafür muss er eine Entschädigung zahlen, die nicht selten unter dem tatsächlichen Gebäudewert liegt.
Die Allgemeine Deutsche Direktbank empfiehlt deshalb, vor der Unterzeichnung eines Erbbaurechtvertrages zu klären, welche Entschädigung für das Gebäude bei Beendigung des Erbbaurechts vorgesehen ist. Unter Umständen kann auch vereinbart werden, dass der Erbbauberechtigte oder seine Erben das Erbbaurecht nach Ablauf erneuern können. PER

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