ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2000Immunstimulation: Dem Infektionsrisiko bei Sportlern vorbeugen

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Immunstimulation: Dem Infektionsrisiko bei Sportlern vorbeugen

Dtsch Arztebl 2000; 97(33): A-2182 / B-1770 / C-1626

Hoc, Siegfried

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LNSLNS Aus dem Leistungssport weiß man, dass hohe Dauerbelastungen häufig Infektionen auslösen, meistens ist der Respirationstrakt betroffen. Das gilt auch für Freizeitsportler, die sich hohe sportliche Leistungen abverlangen, ohne die psycho-physische Leistungsfähigkeit entsprechend trainiert zu haben. Denn nur durch eine stressfreie, mit Freude und Erfolg
erleben verbundene Belastung vermag sich die ZNS-Immunsystem-Regulation so anzupassen, dass ein hohes immunologisches Leistungsniveau resultiert. Der Aphorismus von Prof. Gerhard Uhlenbruck (Köln), „Das Immunsystem ist so alt wie der Geist, der es beseelt“, ist auch unter dem Sport-Aspekt zutreffend.
Sportliche Betätigung beansprucht das Immunsystem besonders intensiv. Das Muskelgewebe wird im Sinne einer aseptischen Entzündung lokal gereizt, und im Gewebe werden Mikroläsionen gesetzt. Dabei werden die Immunozyten einerseits in die Entzündungsprozesse eingebunden, andererseits sind sie mit Reparatur- und Aufräumarbeiten verletzter beziehungsweise abgestorbener Muskelzellen beschäftigt.
Darüber hinaus würden bei jeglicher Belastung auch stets Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin ausgeschüttet, wodurch insbesondere der spezifische Teil des Immunsystems gedämpft würde, erläuterte Prof. Heinz Liesen (Paderborn) bei einem Fachpressegespräch des Förderkreises Immunschutz der Firma Schaper & Brümmer in München.
Bei extremen sportlichen Belastungen, wie sie zum Beispiel beim Marathonlauf auftreten, büßen natürliche Killerzellen an Zytotoxizität ein und die Granulozyten an Phagozytoseleistung und bakterizider Kapazität. Außerdem sinkt die Zahl bestimmter Lymphozyten deutlich. Sport wird in diesen Fällen zum „Distress“, der vorübergehend das Immunsystem schwächt. Entspannungsmethoden wie Autogenes Training helfen, Gelassenheit und Stressresistenz zu entwickeln, was auch der Immunabwehr zugute kommt. Wichtig sind die Einhaltung von fixen Regenerationszeiten und ausreichend Schlaf, damit das Immunsystem die Gelegenheit erhält, sich zu erholen.
Ein weiterer wichtiger Faktor für die Immunfunktion ist die richtige Ernährung, was besonders für Sportler und körperlich aktive Menschen gilt. Generell gelte für den Freizeitsportler mit einer sportlichen Betätigung von drei bis vier Stunden wöchentlich und einem zusätzlichen Energieverbrauch von circa 2 000 kcal: eine vollwertige und abwechslungsreiche Mischkost nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung aus reichlich Kohlenhydraten, wenig Fett, genügend hochwertigen Proteinen sowie Vitaminen und Mineralstoffen, erinnerte Dr. Silke Bauer (Zürich).
Polysaccharidreiche Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte sind eine ideale Energiequelle für sportliche Belastungen. Dazu gehören Vollkorngetreideprodukte wie Nudeln, Reis und Brot, aber auch Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Gemüse. Vor allem Obst mit seinen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen stärkt die Abwehrkraft des Immunsystems.
Pflanzliche Dreierkombination
Einer oft chronischen Distress-Belastung sind heute viele berufstätige und sporttreibende Menschen häufig ausgesetzt; sie wird nicht nur im Profisport, sondern auch im Freizeitsport ständig provoziert. Immer wiederkehrende Erkrankungen, wie Durchfälle, Harnwegsinfektionen und vor allem Infektionen der Atemwege sind die Folge. In diesen Fällen kann nur die Substitution von essenziellen Mikronährstoffen und die exogene Immunstimulation durch rechtzeitige Einnahme von Immunmodulatoren vorbeugen.
Liesen empfiehlt die Immunmodulation durch die pflanzliche Dreierkombination aus Thuja occidentalis (Lebensbaum), Baptisia tinctoria (Wilder Indigo) und Echinacea pallida und E. purpurae (Sonnenhut), wie sie in Esberitox® N vorliegt. Es hat sich bei Leistungssportlern bewährt und wirkt durch Modulation und Stimulation deprimierter und supprimierter Regulationssysteme des spezifischen und unspezifischen Immunsystems und regt die Funktion der körpereigenen Abwehr an. Uhlenbruck berichtete, für Esberitox N sei nachgewiesen, dass durch die Einnahme die Zahl der Granulozyten und ihre Phagozytoseleistung steige, die Aktivität der Makrophagen angehoben und die Bildung spezifischer Immunglobuline gefördert werde. Siegfried Hoc
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