ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2000Schwebstäube: Feinere Messmethoden

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Schwebstäube: Feinere Messmethoden

GK

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LNSLNS Mit der Entscheidung, Feinstäube mit einem Durchmesser kleiner als 10 µm (PM10) zu erfassen, trägt die EU-Kommission wissenschaftlichen Erkennissen zur Gesundheitsrelevanz lungengängier Feinstäube Rechnung. Es gilt als erwiesen, dass mit steigendem Anteil der PM10-Stäube in der Luft Atemwegserkrankungen zunehmen. Zur Risikogruppe zählen Herz-Kreislauf-Kranke, Asthmatiker, Kinder und alte Menschen.
Bereits im September 1998 hatte der EU-Ministerrat daher eine Absenkung der Grenzwerte vorgeschlagen. Bis zum Jahr 2010 dürfen 50 µg/m3 PM10 nicht häufiger als siebenmal im Jahr überschritten werden. Die winzigen Partikel entstehen in erster Linie bei Verbrennungsprozessen in Motoren und Feuerungsanlagen.
In den USA gelten PM10-Messungen seit 1990 als Standard. In vielen europäischen Ländern werden wie in Deutschland noch Staubpartikel bis >15 µm Durchmesser mitgemessen. Das heißt, Staubauswehungen vom Boden oder aus landwirtschaftlichen Flächen und organische Partikel wie Pollen werden als Schwebstaubkonzentrationen gesamt gemessen. Strengere EU-Grenzwerte für Schwebstaubmessungen werden ein Umrüsten der Messtechnik in Deutschland erforderlich machen. GK
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