ArchivDeutsches Ärzteblatt33/1996Politik: Unverständlich

SPEKTRUM: Leserbriefe

Politik: Unverständlich

Krämer, Karin

Zu dem Kommentar "Nachtgedanken bei Tag" von Prof. Dr. med. Horst Bourmer in Heft 23/1996:
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LNSLNS . . . Was dem Verfasser völlig entgangen ist: Wir, die jüngeren Leser des Deutschen Ärzteblattes, sind gewöhnlich Angehörige des öffentlichen Dienstes oder werden analog bezahlt, aber einen sicheren Arbeitsplatz hat von uns keiner. Ich erinnere mich, zum Ende meines Studiums mal mit einem Kollegen seinen "dauerhaftesten" Arbeitsvertrag gefeiert zu haben: Die Laufzeit betrug neun Monate. Das einzige, was an unseren Arbeitsplätzen sicher ist, ist, daß wir sie irgendwann verlieren. Wenn in den Massenmedien die Sicherheit der Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst hervorgehoben wird, so ist das verständlich, wie man uns aber in unserer Standeszeitung so was vorsetzen kann, ist mir unverständlich.
Schön zu hören, daß die Patienten trotz Honorarkürzungen gut versorgt werden. Wenn man das liest, dann könnte man glauben, nur die Ärzteschaft bringe Opfer zum Wohle der Allgemeinheit. Wäre das schon immer so gewesen, dann wäre die Situation von uns jungen Ärzten sicher besser.
Zum Schluß bleibt noch festzuhalten, daß der Verfasser seine Nachtgedanken sich bei Tage zu machen beliebt. Nachts schläft er hoffentlich gut, während die BAT-Ameisen aller Hierarchiestufen den Betrieb in den Krankenhäusern aufrechterhalten . . .
Karin Krämer, Basler Straße 13, 79618 Rheinfelden
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