ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2000Liquidationen: Verwunderliche Diskussion

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Liquidationen: Verwunderliche Diskussion

Lehmann, Jörg

Zu dem Leserbrief „Beschämend“ von Dr. med. Arnulf Göbel in Heft 28–29/2000:
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LNSLNS Ich habe mein Staatsexamen vor achtzehn Jahren abgelegt. Seither war ich als Arzt/ wissenschaftlicher Angestellter bis zu meiner Berufung in
einem medizinisch-experimentellen Fachgebiet an verschiedenen Universitäten tätig. In all den Jahren habe ich noch bei keiner Gelegenheit erfahren, dass man mir – oder gar meinen Angehörigen – für erbrachte Leistungen etwa keine Rechnung ausgestellt hätte. Dies gilt sowohl für ärztliche als auch zahnärztliche Leistungen (ich bin auch approbierter Zahnarzt). Ich habe dies auch zu keiner Zeit erwartet.
Deshalb wundert mich die Diskussion schon ein wenig: Habe ich etwas verpasst? Oder habe ich von meinen Kollegen, die meinen Beruf durchaus kannten, etwa deshalb keinen Honorarerlass bekommen, weil ich kein Kliniker bin und somit ihnen im Gegenzug auch nichts Gutes tun kann?
Offenbar geht die kollegiale Solidarität nun so weit auch nicht. Im Übrigen würde ich ein solches Entgegenkommen auch nicht gern annehmen wollen, da ich dadurch am Ende einen geldwerten Vorteil erlange, den man unter Umständen kompliziert versteuern muss.
Prof. Dr. med. Jörg Lehmann, Kleternweg 108, 89075 Ulm
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