ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2000Kinderurologie in Klinik und Praxis

BÜCHER

Kinderurologie in Klinik und Praxis

Dtsch Arztebl 2000; 97(34-35): A-2232 / B-1902 / C-1786

Thüroff, Joachim W.; Schulte-Wissermann, Hermann

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LNSLNS Kinderurologie
Faszinierend
Joachim W. Thüroff, Hermann Schulte-Wissermann (Hrsg.): Kinderurologie in Klinik und Praxis. 2., komplett überarbeitete Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York, 2000, XXIV, 711 Seiten, 453 Abbildungen in 738 Einzeldarstellungen, 4 Farbtafeln, 155 Tabellen, 348 DM
Hier findet man alles: Das Spektrum reicht von elementaren Fehlbildungen über nephrologische Langzeitprobleme, rezidivierende Harnwegsinfektionen, Enuresis, Hodentorsion oder die beste Form der Antirefluxplastik bis zur rituellen Circumcision oder dem eingeklemmten Penis im Reißverschluss. Diagnostische Verfahren und Normwerte füllen eigene Kapitel aus, selbst anästhesiologische Prinzipien sowie ambulante Operationsmöglichkeiten werden nicht übergangen. Der Text ist sehr detailliert und dabei immer gut überschaubar, spezifische pädiatrische Belange werden sensibel erfasst. Immerhin haben 74 versierte Autoren mitgearbeitet, was sich bei der guten Strukturierbarkeit des Gebietes als unproblematisch erweist.
Bestechend ist die reichhaltige Illustration. Neben den obligaten klinischen, radiologischen und sonographischen Befunden springt eine Reihe von Zeichnungen zum jeweiligen Operationssitus ins Auge. Diese betonen die chirurgische Seite und tragen wesentlich zum Verständnis bei, auch wenn nicht alle Bilder gleiche Qualität zeigen. Von den Sono-Befunden sollten unbedingt einige ausgetauscht werden, weil sie die brillante Technik unserer Zeit nicht nutzen. So ist die Abbildung zum Nierenstein mindestens 15 Jahre alt und für heutige Sehgewohnheiten antiquiert. Die Einbandgrafik mit der schematisierten Ureterocele ist gelungen, aber ihre dauernde Wiederholung vor jedem Kapitel langweilt in Anbetracht ungezählter Alternativen.
Trotzdem: Die Neuauflage ist faszinierend und erreicht fast bibliophiles Niveau. Sie ist essenziell für alle Kinderkliniken, urologische und gegebenenfalls kinderchirurgische Abteilungen, auch Nachbardisziplinen wie Gynäkologie oder Neurochirurgie können viel profitieren. Manfred Doerck
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