ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPraxis Computer 4/2000Interaktive Blickdiagnostik: Gutes Augenmaß

Supplement: Praxis Computer

Interaktive Blickdiagnostik: Gutes Augenmaß

Dtsch Arztebl 2000; 97(36): [19]

Winkes, Joachim

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
Steigende Kosten im Gesundheitswesen und der Sparzwang in sämtlichen Bereichen wird auch Ärztinnen und Ärzte veranlassen, sich wieder mehr auf ihre fünf Sinne zu verlassen. Ausführliche Anamnese und gründliche körperliche Untersuchung führen bei einem erfahrenen Arzt meist schon zur richtigen Diagnose.
Eine weitere wichtige Säule bildet die visuelle Wahrnehmung des Patienten: Gang, Haltung, Gesichtsausdruck, Hautfarbe und Hautveränderungen können wichtige Hinweise geben oder für ein Krankheitsbild pathognomonisch sein. Nachdem schon mehrere Bücher über den diagnostischen Blick erschienen sind, bietet der Urban & Fischer Verlag mit der CD-ROM „Die interaktive Blickdiagnostik“ die Möglichkeit, anhand von 800 Abbildungen zu Krankheitsbildern mit ausführlichen Beschreibungen und Verweisen das visuelle Gedächtnis und somit das schnelle Wiedererkennen äußerer Kennzeichen innerer Erkrankungen zu schulen.
Die CD-ROM lässt sich problemlos installieren. Nach dem Start erscheint die Auswahlebene mit vier Feldern für Text, Abbildungen, Erklärung der visuellen Befunde und weiteren Abbildungen zum Thema. Am linken Bildrand befinden sich drei Reiter für Auswahl, Diagnose und Register, über die man Zugang zu den Abbildungen bekommt. Die übersichtliche Anordnung erlaubt ein schnelles Zurechtfinden, auch ohne vorherige Lektüre des Begleitheftchens. Über die Auswahlebene hat man Zugriff auf Symptome, Erkrankungen und Abbildungen. Klick für Klick kann der Nutzer sich einem Krankheitsbild über Körperregion und Fachgebiet nähern, oder er „surft“ durch die Bilder, die durch Doppelklick auf 200 Prozent vergrößert werden können, um sein Wissen zu überprüfen. Zu jedem Bild können Notizen gemacht oder ein Lesezeichen angelegt werden.
In der Diagnosenebene erscheint im Textfeld die Diagnose mit entsprechenden Differenzialdiagnosen. Über den „Vertiefung“-Button gelangt man zur Beschreibung des Krankheitsbildes und seiner Symptome und erhält Hinweise zur weiterführenden Diagnostik. Verweise auf andere Abbildungen werden bei entsprechender Positionierung des Mauszeigers sofort angezeigt. Dies erspart lästiges Suchen im Register und führt visuelle Aspekte eines Befundes, zum Beispiel typische Leberhautzeichen bei Leberzirrhose oder eines anderen Krankheitsbildes, schnell vor Augen.
Die benutzerfreundliche Gestaltung ermöglicht ein leichtes Durcharbeiten der CD-ROM, und die einprägsamen Abbildungen schulen schnell den Blick für viele äußere Krankheitsmerkmale. Medizinstudenten und Ärzte werden gleichermaßen davon profitieren.
Joachim Winkes


Bezug: „Die interaktive Blickdiagnostik“; Urban & Fischer; ISBN 3-437-21700-3; Preis: 148 DM
Systemvoraussetzungen: IBM-kompatibler PC mit MS-Windows 3.1, 9x oder NT, CD-ROM-Laufwerk, mind. 8 MB RAM, Grafikkarte mit mind. 800 x 600 Pixel Auflösung und 65 000 Farben.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Alle Leserbriefe zum Thema

Anzeige