THEMEN DER ZEIT

„World Health Report“: Mixtur von harten und weichen Daten

Dtsch Arztebl 2000; 97(36): A-2289 / B-1953 / C-1837

Maes, Hans-Joachim

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
Die Welt­gesund­heits­organi­sation hat eine Rangliste der Gesundheitssysteme von 191 Staaten vorgelegt. Das Ergebnis ist umstritten.


Nur vier der 191 Mitgliedstaaten der Welt­gesund­heits­organi­sation, WHO, geben mehr als zehn Prozent ihres Bruttosozialproduktes für ihr Gesundheitswesen aus. Ausgaben-Spitzenreiter sind die USA (13,7 Prozent), gefolgt von Deutschland (10,5 Prozent), dem Libanon und der Schweiz (jeweils 10,1 Prozent). (1)
Glaubte man dem ersten „World Health Report“ (WHR) der WHO, dann hat der materielle Aufwand nicht viel genutzt, denn im Ranking aller Mitgliedstaaten landen die Genannten weit abgeschlagen: Die Schweiz belegt Platz 20, Deutschland Platz 25, die USA Platz 37, und der Libanon rangiert auf Platz 91. (2) Die Sieger auf den Plätzen eins bis fünf sind Frankreich, Italien, San Marino, Andorra und Malta. (3) Sie haben laut WHO die weltweit besten Gesundheitssysteme, die beste „Overall Performance“. Spannend ist die Beantwortung der Frage, wie die WHO zu ihren Erkenntnissen gekommen ist. Es handelt sich um eine Mixtur von „harten Daten“, aber auch von „weichen“ Elementen wie Meinungen. Politische Überzeugungen sind in markanter Weise in die Bewertungen eingegangen.
Eingangs wird im WHR die enorme Bedeutung der Gesundheitssysteme beschrieben; diese werden definiert als Zusammenwirken „aller Organisationen, Institutionen und Ressourcen, die Gesundheitsaktivitäten (health actions) verpflichtet sind“. (4) „Health actions“ ist die Bezeichnung „für jede Anstrengung, gleich ob durch persönliche Gesundheitsfürsorge, ,Public Health‘-Dienste oder durch intersektorale Initiativen, deren vorrangiges Ziel es ist, Gesundheit zu verbessern“. (5)
Die Verbesserung der Gesundheit sei das Hauptziel des Gesundheitswesens, aber nicht das einzige. Die WHO postuliert: „Das Ziel guter Gesundheit ist tatsächlich zweifach: Der beste erreichbare Level – die Güte (Goodness) – und die schmalstmögliche Differenz zwischen Individuen und Gruppen, die Fairness.“ (6)
Mit der Einführung der Elemente „Goodness“ und „Fairness“ erweitere die WHO ihren traditionellen Einsatz für die körperliche und geistige Gesundheit der Menschen. (7) Erstmals stelle der WHR 2000 vergleichend dar, wie in den nationalen Gesundheitssystemen die „drei gültigen Ziele“
- gute Gesundheit
- Bereitschaft, auf die Erwartung der Bevölkerung einzugehen
- Fairness der finanziellen Beteiligungen (8) erreicht worden seien. Der Report stellt fest, es gebe vier „vitale Funktionen“, in denen Fortschritte gemacht werden müssten, um den Zielen näher zu kommen:
- Bereitstellung des Service
c Schaffung von Ressourcen
c Finanzierung
c Stewardship. (9)
„Stewardship“ beschreibt die WHO als die wichtigste der vier Funktionen. Definiert wird „Stewardship“ als die Aufgabe einer Regierung, auf quasi optimale Weise für das Wohl der Bevölkerung zu sorgen und entsprechend von dieser angesehen zu werden. (10) Die Institution einer Regierung, die „Stewardship“ ausübe, müsse alle anderen Funktionen überblicken und habe direkt oder indirekt Einfluss auf alle Resultate. (11) „Vision, Intelligenz und Einflussmöglichkeit“ seien dazu erforderlich. (12) Solche Elemente vermisst die WHO offenbar bei vielen Regierungen. So wird formuliert: „Ge­sund­heits­mi­nis­terien leiden oft an Kurzsichtigkeit und verlieren deshalb manchmal den Blick auf ihr wichtigstes Ziel: die gesamte Bevölkerung.“ (13) Patienten und Konsumenten kämen erst dann ins Blickfeld der Minister, wenn öffentliche Unzufriedenheit dazu zwinge. Kurzsichtige Ministerien sähen zudem nur auf nahe liegende Dinge, nicht solche, die weiter weg lägen, aber vielleicht wichtiger seien. (14)
Der WHR 2000 beschreibt in sechs Kapiteln die Fragen, die die WHO beantwortet hat. Es werden zunächst grundlegende Definitionen gegeben; es wird erörtert, welche Ziele ein Gesundheitssystem habe und nach Auffassung der WHO haben sollte; es werden Fragen zur Organisation von Gesundheitssystemen gestellt; notwendige Ressourcen werden vorgestellt. Gewichtig sind die beiden letzten Kapitel, die sich mit der Frage befassen, wer für die Gesundheitssysteme zahlt und zahlen sollte und wie das „öffentliche Interesse“ gewahrt werden könne. (15)
Zur Messbarkeit, der Beantwortung der Frage, wie gut sich ein Gesundheitssystem darstellt, hat die WHO die Begriffe „Verwirklichung“ (attainment) und „Durchführung“ (performance) benutzt. (16) Auf die drei genannten Gesundheitsziele bezogen, wird bestimmt, was es an „Verwirklichung“ gegeben habe. Zum Zweiten wird untersucht, in welchem Verhältnis die Ergebnisse zu jenen stehen, die hätten erreicht werden können. (17) Angemerkt wird von der WHO, dass es zwar Bereiche gebe, in denen Gesundheitssysteme nicht Verantwortung trügen, beispielsweise bei der Verteilung von Wohlstand oder dem Einfluss des Klimas. Andererseits seien vermeidbare Tode und Krankheit „durch Geburt, Masern, Malaria oder Tabakkonsum“ Aufgabe der Gesundheitssysteme. Es sei möglich, ein Urteil darüber abzugeben, inwieweit Gesundheitsschäden vermieden werden könnten. Letztlich sollten solche Leistungen von einem System eingefordert werden. (18)
Die Messung der Anstrengungen, Ziele zu erreichen (Measuring Goal Achievement), geschehe durch Bestandsaufnahmen folgender Bereiche:
- Allgemeiner Gesundheitszustand
- Verteilung der Gesundheit in der Bevölkerung
- Allgemeines Niveau der Bereitschaft, auf Erwartungen einzugehen
- Die Verteilung der Bereitschaft, auf Erwartungen einzugehen
- Die Verteilung der finanziellen Beteiligungen. (19)
Im WHR 2000 wird beschrieben, die WHO habe für jeden der Bereiche Daten eingeholt oder neue Datensammlungen erstellt, um das Ausmaß der „Verwirklichung“ zu messen; einschränkend wird deutlich, dass solche Daten wohl nicht von allen Staaten gewonnen werden konnten. (20) Weiter teilt der WHR 2000 mit, verschiedene der Messverfahren seien neu und mit einem Unsicherheitsfaktor versehen. (21) Es werde angenommen, dass jeder korrekte Wert für einen Indikator mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent in ein „Unsicherheits-Intervall“ falle, wobei zehn Prozent darüber oder darunter liegen könnten. (22) Diese fehlende Exaktheit unterstreiche die Wichtigkeit der Aufgabe, „mehr und bessere Daten über alle Basisindikatoren der Gesundheit der Bevölkerung“ zu erhalten; es wird versprochen, dies werde ein Teil der weiterführenden Arbeit der WHO sein. (23)
Die WHO stellt fest, kein Messverfahren sei perfekt, um die Gesundheit einer Bevölkerung allgemein zu messen. Zwei Ansätze seien die Feststellung der Belastung der Krankheit, die den Verlust der Gesundheit mit einem „langen Leben frei von Behinderung“ vergleiche, und Messungen der Lebenserwartung, adjustiert, um die Lebenszeit mit Behinderung einzubeziehen. (24)
Die WHO-Gesamtwertung (Overall Performance), das Ranking der 191 Mitgliedstaaten, setzt sich aus acht Elementen zusammen. Im statistischen Anhang finden sich die Hauptrubriken „Attainment of Goals“ und „Performance“. Unter „Attainment of Goals“ sind Daten zu Gesundheit (gegliedert in „Level“ und „Distribution“), „Responsiveness“ (das heißt Fähigkeit, auf Bedürfnisse der Bürger einzugehen), „Fairness finanzieller Beteiligung“ und eine sich aus den Vorgenannten ergebende Übersicht „allgemeine Zielverwirklichung“ enthalten. Hinzu kommt eine Übersicht über Gesundheitsausgaben pro Kopf in Dollar. Unter „Performance“ sind Daten über den „Level von Gesundheit“ aufgeführt und schließlich die Gesamtbewertung, das erwähnte Ranking „Overall health system performance“. Die unterschiedlichen Kategorien zeigen divergierende Ranks für einzelne Staaten. (25)
Tausende Diskrepanzen
Praktisch bedeutet das, dass zum Beispiel in der WHO-Kategorie „Fairness der finanziellen Beteiligungen“ die USA den Rank „54–55“ belegen; am „fairsten“ sei in Kolumbien verfahren worden, gefolgt von Luxemburg, Belgien, Djibouti und Dänemark. In der WHO-Kategorie „Bereitschaft, auf Erwartungen der Bevölkerung einzugehen“, stehen die USA an erster Stelle, Kolumbien ist auf Platz 82 abgerutscht. Wer mag, kann Tausende Diskrepanzen feststellen; ohne Kenntnis der Kriterien für Bewertungen sind einzelne Feststellungen nicht relevant. (26)
Anhand der Kategorie „Responsiveness“, etwa: „Bereitschaft, auf Erwartungen der Bevölkerung einzugehen“, soll beschrieben werden, wie die von der WHO in Zahlen gebrachte Wertung vorgenommen wird. Danach müssen für „Responsiveness“ sieben Elemente erfasst und gewichtet werden, die zwei Hauptkategorien – „Respekt für die Person“ und „Klient-Orientierung“ – ausmachen. Die Elemente werden so gewichtet:
Respekt für Personen: Total 50 Prozent, Respekt vor der Würde 16,7 Prozent, Vertrauenswürdigkeit 16,7 Prozent, Autonomie 16,7 Prozent.
Klienten-Orientiertheit: Total 50 Prozent, schneller Zugang zu medizinischen Einrichtungen 20 Prozent, Qualität der Einrichtungen 15 Prozent, Zugang zu sozialen Hilfe-Netzwerken zehn Prozent, Möglichkeit, den Versorger auszuwählen, fünf Prozent. (27)
Die WHO definiert daraus das „perfekt faire Gesundheitssystem“; dieses mache keine Unterscheidungen, und der Grad an Bereitschaft, auf Erwartungen einzugehen, sei gleich für jedes Element und für jede Gruppe innerhalb einer Population. (28) Im WHR 2000 wird vielfach auf die Rechte von Armen, Unterpriviligierten, Randständigen et cetera verwiesen. (29) Es werden Vorschläge gemacht, zum Beispiel sollten Arme Subventionen von Besserverdienenden erhalten. (30) Aufgabe der Gesundheitssysteme sei es, Armen zu helfen. Ob und in welchem Umfang dies geschehe, führt letztlich zum WHO-Gesamtergebnis, dem Ranking „Overall Performance“. In allen Teilen des WHR 2000 spielt die Frage der Fairness eine entscheidende Rolle. So wird definiert, was eine „perfekt faire Finanzierung der Gesundheitssysteme“ sei: „Der Weg, Gesundheitssysteme perfekt fair zu finanzieren, ist, wenn das Verhältnis der totalen Beteiligung im Verhältnis zu den Ausgaben ,Nicht für Lebensmittel‘ identisch ist für alle Haushalte, unabhängig von deren Einkommen, deren Gesundheitsstatus oder dem Gebrauch, den diese vom Gesundheitssystem machen.“ (31)
Die Methode, die die WHO angewandt hat, um die Aktivitäten zu messen, die dann zur Gesamtwertung führten, ist geprägt von der eingangs beschriebenen Voraussetzung, ein gutes Gesundheitssystem nicht lediglich am möglichst hohen fachlichen Niveau zu messen, sondern zumindest gleichwertig die Kategorie „großer Wert der Fairness“ zu gewichten. Das Gesamtergebnis, „Overall Performance“, besteht somit zu 50 Prozent aus den eher „harten Daten“ zur Gesundheit, zu 25 Prozent aus Daten zur „Responsiveness“ und zu den letzten 25 Prozent aus Daten zur „Fairen finanziellen Beteiligung“. (32)
Es ist offensichtlich, dass die von der WHO verwandten Kategorien Daten unterschiedlicher Qualität hervorbringen müssen; bereits die in die „harten Daten“ eingehenden Elemente „Verteilung oder Gleichwertigkeit“ (der Leistungen eines Gesundheitssystems) unterliegen individuellen Bewertungen in höherem Maße als Morbiditäts- oder Mortalitätsdaten.
Die WHO hat ihre Gewichtungen folgerichtig nicht durch die Dokumentation von objektivierbaren Daten vorgenommen. Es wäre ja denkbar, dass die WHO Meinungsumfragen in Auftrag gibt, in denen die Bevölkerung der 191 Mitgliedstaaten nach ihrer Zufriedenheit mit dem eigenen Gesundheitssystem befragt wird beziehungsweise bereits vorhandene Umfragen oder andere erkenntnishaltige Dokumente ausgewertet werden. Die WHO hat für den WHR 2000 auf die Erstellung beziehungsweise Nutzung umfassender Meinungsbilder verzichtet und ist stattdessen so verfahren: Es wurden Befragungen vorgenommen. (33) Es seien von 1 006 Personen, die als „public health practitioners“ bezeichnet werden (34), Antworten aus 125 Staaten eingegangen. Die Hälfte der Responder seien WHO-Mitarbeiter gewesen. Gefragt worden sei auch nach den Elementen von Ungleichheit, die am meisten Probleme verursachten (35); der Fragebogen ist im WHR 2000 nicht abgedruckt.
Praktisch heißt das, das Gesamtergebnis, Ranking „Overall Performance“, ist pro Staat aus etwa acht Antworten gebildet worden. Da der WHO 191 Staaten angehören und nur aus 125 Staaten Antworten vorgelegen haben, haben die Antwortenden für 66 Staaten gleich eine Bewertung mitgetroffen.
Für die WHO, inbesondere deren Generaldirektorin Gro Harlem Brundtland, hat der WHR 2000 eine überragende Bedeutung. Er sei eine „landmark publication“, schrieb sie in ihrer Einleitung, er sei ein „Meilenstein in einem langfristigen Prozess“. Insbesondere die Messung der „health systems performance“ werde von jetzt an fester Bestandteil künftiger World Health Reports sein. Brundtland betonte auch die Bedeutung von „Stewardship“, die Übersicht schaffe, Kurzsichtigkeit und Tunnelblick vermeide, Blindheit gegenüber Fehlern des Systems nicht aufkommen lasse. (36)
Der WHR 2000 ist ein Werk, das wichtige Ansätze enthält, Fragen aufwirft, die zumindest diskutabel sind. Er ist ein ehrenwertes Diskussionspapier (viele Textpassagen sind auch entsprechend feuilletonistisch befrachtet). Was der WHR 2000 mit Sicherheit nicht ist: ein Report, der Aufschluss über Gesundheitssysteme gibt. Dazu gibt es an anderen Stellen echte Daten, solide erhoben, seriös erfasst, verwaltet, fortgeschrieben und auch beklagenswerte Ungerechtigkeiten erfassend und korrigierende Maßnahmen auslösend.
Die Setzung der WHO-Kriterien, die Gewichtung weicher oder keiner Daten nach Befragungen – über die zudem kaum etwas verlautbart wird – metamorphisiert die im WHR 2000 zum Ausdruck kommenden politischen Absichten zu vermeintlichen Fakten.
WHO-Generaldirektorin Brundtland wünscht man einen Steward, damit der nächste World Health Report nicht wieder so blamabel wird wie der des Jahres 2000.

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf Anmerkungen, die beim Verfasser oder im Internet unter www.aerzteblatt.de abrufbar sind.

Hans-Joachim Maes, W+D Wissenschaft +
Dokumentation GmbH, Saatwinkler Damm 42 a
13627 Berlin, E-Mail: wissdok@compuserve.com

Eine Mixtur von „harten“ Daten und „weichen“ Elementen: der WHO-Gesundheitsreport


´Tabelle  CC´
World Health Report 2000
Allgemeiner Verteilung der Fairness Gesundheitsaus- Gesamtbewertung
Mitgliedstaat Gesundheits- Gesundheit in der finanziellen gaben pro Kopf des Gesundheits-
zustand der Bevölkerung Beteiligung der Bevölkerung systems
Frankreich 3 12 26–29 4 1
Italien 6 14 45–47 11 2
San Marino 11 9 30–32 21 3
Andorra 10 25 33–34 23 4
Malta 21 38 42–44 37 5
Singapur 30 29 101–102 38 6
Spanien 5 11 26–29 24 7
Oman 72 59 56–57 62 8
Österreich 17 8 12–15 6 9
Japan 1 3 8–11 13 10
Norwegen 15 4 8–11 16 11
Portugal 29 34 58–60 28 12
Monaco 9 30 42–44 12 13
Griechenland 7 6 41 30 14
Island 19 24 12–15 14 15
Luxemburg 18 22 2 5 16
Niederlande 13 15 20–22 9 17
Verein. Königreich 14 2 8–11 26 18
Irland 27 13 6–7 25 19
Schweiz 8 10 38–40 2 20
Belgien 16 26 3–5 15 21
Kolumbien 74 44 1 49 22
Schweden 4 28 12–15 7 23
Zypern 25 31 131–133 39 24
Deutschland 22 20 6–7 3 25
Saudi-Arabien 58 70 37 63 26
V. Arab. Emirate 50 62 20–22 35 27
Israel 23 7 38–40 19 28
Marokko 110 111 125–127 99 29
Kanada 12 18 17–19 10 30
Anzeige
1. The World Health Report 2000, Annex, Table 8, Selected national health accouts indicators for all Member States, Rubrik "Total expenditure on health as % of GDP". Angaben zu Deutschland und Libanon: S. 193; Angabe zu Schweiz: S. 194; Angabe zu USA: Seite 195
2. The World Health Report 2000, Annex, Table 10, Health system performance in all member States, WHO indexes, Rubrik "Overall Performance", S. 200 (Spalte 2)
3. a.a.O.
4. The World Health Report 2000, S. xi: "In this report, health systems are defined as comprising all the organizations, institutions and resources that are devoted to producing health actions."
5. The World Health Report 2000, S. xi: "A health action is defined as any effort, whether in personal health care, public health services or through intersectoral initiatives, whose primary purpose is to improve health."
6. The World Health Report 2000, S. 26: "The objective of good health is really twofold: the best attainable average level - goodness - and the smallest feasible differences among individuals and groups fairness."
7. The World Health Report 2000, Seite xi: "In the World Health Report 2000, devoted entirely to health systems, the World Health Organization expands its traditional concern for the people's physical and mental well-being to emphasize these other elements of goodness and fairness."
8. The World Health Report 2000, Seite xi: "The World Health Report 2000 also breaks new ground in presenting for the first time an index of national health systems' performance in trying to achieve three overall goals: good health, responsiveness to the expectations of the population, and fairness of financial contribution."
9. The World Health Report 2000, Seite xi: "Progress towards them depends crucially on how well systems carry out four vital functions. These are: service provision, resource generation, financing and stewardship."
10. The World Health Report 2000, S. 119: 1. "Stewardship is the last of the four health system functions examined in this report, and is arguably the most important." 2. "Stewardship has recently been defined as a 'function of a government responsible for the welfare of the population, and concerned about the trust and legitimacy with which its activities are viewed by the citizenry'".
11. The World Health Report 2000, S. 24: "Stewardship occupies a special place because it involves oversight of all other functions, and has direct or indirect effects on all the outcomes."
12. The World Health Report 2000, S. 129: "Stewardship is about vision, intelligence and influence. Without a good understanding of what is happening in the entire health system, it is impossible for the ministry of health to develop strategies to influence the behaviour of the different interest groups in ways that support, or al least do not conflict with, then overall aims of health policy."
13. The World Health Report 2000, S. 120: "Health ministries often suffer from myopia. Because they are seriously short-sighted, ministries sometimes lose sight of their most important target: the population at large."
14. The World Health Report 2000, S. 120: "Patients and consumers may only come into view when rising public dissatification forces them to the ministry's attention. In addition, myopic ministries recognize only the closest actors in the health field, but not necessarily the most important ones, who may be in the middle or far distance."
15. Kapitel 5: "Who pays for Health Systems"; Kapitel 6: "How is the Public Interest Protected?"
16. The World Health Report 2000, S. 23, Kapitel "How well do healtgh systems perform?" Hier finden sich die grundlegenden Definitionen zu "Attainment and Performance", "Goals and Functions" (beide S. 23), "Goodness and Fairness: Both Level and Distribution Matter" (S. 26).
17. The World Health Report 2000, S. 23: "Assessing how well a health system does its job requires dealing with two large questions.The first is how to measure the outcomes of interest - that is, to determine what is achieved with respect to the three objectives of good health, responsiveness and fair financial contribution (attainment). The second is how to compare those attainments with what the system should be able to accomplish - that is, the best that could be achieved with the same resources (performance)."
18. The World Health Report 2000, S. 23: "Although progress is feasible against many of society's health problems, some of the causes lie completely outside even a broad notion of what health systems are. Health systems cannot be held responsible for influences such as the distribution of income and wealth, any more than for the impact of the climate. But avoidable deaths and illness from childbirth, measles, malaria or tobacco consumption can properly be laid at their door. A fair judgement of how much health damage it should be possible to avoid requires an estimate of the best that can be expected, and of the least that can be demanded, of a system."
19. The World Health Report 2000, S. 27: "To assess a health system, one must measure five things: the overall level of health; the distribution of health in the population; the overall level of responsiveness; the distribution of responsiveness; and the distribution of financial contribution."
20. a.a.O.: "For each one, WHO has used existing sources or newly generated data to calculate measures of attainment for the countries where information could be obtained. These data were also used to estimate values when particular numbers were judged unreliable, and to estimate attainment and performance for all other Member States."
21. a.a.O.: "Several of these measures are novel and are explained in detail in the Statistical Annex, where all the estimates are given, along with intervals expressing the uncertainty or degree of confidence in the point estimate."
22. a.a.O.: "The correct value for any indicator is estimated to have an 80% probability of falling within the uncertainty interval, with chances of 10% each of falling below the low value or above the high one."
23. a.a.O.: "This recognition of inexactness underscores the importance of getting more and better data on all the basic indicators of population health, responsiveness and fairness in financial contribution, a task which forms part of WHO's continuing programme of work."
24. The World Health Report 2000, Seite 27: Die WHO beschreibt das Verfahren - "Disability-adjusted Life Expectancy (DALE) - an der genannten Stelle, nochmals in der Erläuterung zu Annex Table 5, S. 146 f. Es wird mitgeteilt, nicht für alle Staaten hätten DALE-Werte ermittelt werden können. Originaltext zum Verfahren und der Anwendung durch die WHO: "Achievement of the average level of population health is reported in terms of disability- adjusted life expectancy (DALE). DALE is most easily understood as the expectation of life lived in equivalent full health. As a summary measure of the burden of disability from all causes in a population, DALE has two advantages over other summary measures. The first is that it is relatively easy to explain the concept of a lifespan without disability to a nontechnical audience. The second is that it is easy to calculate DALE using the Sullivan method based on age-specific information on the prevalence of non-fatal health outcomes. In the global burden of disease study, DALE was estimated at the regional level, based on the estimates of all disabling sequelae included in the study. Disability weights were measured for each of these sequelae for five standard age groups, sex and eight regions."
25. Ranks sind enthalten in: Table 5, "Health attainment, level and distribution in all Member States, estimates for 1997 and 1999"; Table 6, "Responsiveness of health systems, level and distribution in all Member States, WHO indexes, estimates for 1999"; Table 7, "Fairness of financial contribution to health systems in all Member States, WHO index, estimates for 1997; Table 9, "Overall health system attainment in all Member States, WHO index, estimates for 1997"; Table 10, "Health system performance in all Member States, WHO indexes, estimates for 1997"
26. The World Health Report 2000, Seite 188 f., Table 7, "Fairness of financial contribution to health systems in all Member States, WHO index, estimates for 1997. Angaben zu Kolumbien S. 188; Angabe zu USA S. 189
27. The World Health Report 2000, S. 32: Erläuterungen und die im Text enthaltene Tabelle in Box 2.2., "How important are the different elements of responsiveness?"
28. The World Health Report 2000, S. 33: "As with health status, it is not only overall responsiveness that matters, if some people are treated with courtesy while others are humiliated or disdained. A perfectly fair health system would make no such distinction, and would receive the same rating of responsiveness on every element, for every group in the poulation."
29. z.B: The World Health Report 2000, Seite xviii f., Abschnitt "Protecting the Poor"
30. So wird in dem Titelblatt zu Kapitel 5, S. 93, "Who Pays for Health Systems", formuliert: "In order to ensure fairness and financial risk protection, there should be a high level of prepayment; risk should be spread (through cross-subsidies from low to high health risk); the poor should be subsidized (through cross-subsidies from high to low income); the fragmentation of pools or funds should be avoided; and there should be strategic purchasing to improve health system outcomes and responsiveness."
31. The World Health Report 2000, S. 36: "In sum, the way health care is financed is perfectly fair if the ratio of total health contribution to total non-food-spending is identically for all households, independently of their income, their health status or their use of the health system."
32. The World Health Report 2000, Seite 39, Box 2.4: "Weightin the achievements that go into overall attainment"
33. a.a.O.
34. a.a.O. Die zusammenfassenden Angaben finden sich in The World Health Report 2000, S. 39. Einführend heisst es: "To derive a set of weights for the different achivements that compose overall attainment, WHO conducted a survey of 1006 respondents from 125 countries, half among its own staff." Die Angabe, die Befragten seien "public health practitioners" gewesen, findet sich auf S. 149 in der Erläuerung zum Annex, Table 9
35. The World Health Report 2000, Seite 39, Box 2.4: "Weightin the achievements that go into overall attainment", Originaltext: "The questions were designed to elicit not only views about how important each goal is relative to the others (for example, responsiveness compared to health status), but also opinions about what kind of inequality matters most."
36. Alle Zitate aus: Message from the Director-General, The World Health Report 2000, S. vii ff. Im Detail: 1. "When I became Director-General in 1998, one of my prime concerns was that health systems development become increasingly central to the work of WHO. I also took the view that while our work in this area must be consistent with the values of health for all, our recommendations should be based on evidence rather than ideology. The report is a product of those concerns. I hope it will be seen as a landmark publication in the field of those concerns." (Seite vii) 2. "For WHO, The World Health Report 2000 is a milestone in a long-term process. The measurements of health systems perfomance will be a regular feature of all World health report from now on - using improved and updated information and methods as they are developed." (Seite viii) 3. "Stewardship is ultimately concerned with oversight of the entire system, avoiding myopia, tunnel vision and the turning of a blind eye to a system's failings. This report is meant to make that task easier by bringing new evidence into sharp focus." (Seite ix) Diese "Message from the Director-General" wurde von der WHO auch als Pressemitteilung verbreitet (www.who.int/whr/2000/en/dgmessage.htm) Angaben in ( ) beziehen sich auf Anmerkungen und Zitatnachweise. Vom Autor übersetzte Zitate finden sich hier in der englischsprachigen Originalfassung.

    Leserkommentare

    E-Mail
    Passwort

    Registrieren

    Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

    Fachgebiet

    Zum Artikel

    Alle Leserbriefe zum Thema

    Login

    Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

    E-Mail

    Passwort

    Anzeige