BRIEFE

Kinder: Auswüchse

Dtsch Arztebl 2000; 97(36): A-2303 / B-1967 / C-1751

Borst, Mathias M.

Zu dem Feuilleton-Beitrag „Kinder des 20. Jahrhunderts: Zwischen Hoffnung und Ernüchterung“ von Prof. Dr. med. Axel Hinrich Murken in Heft 28–29/2000:
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LNSLNS Der differenzierte Bericht von Prof. Murken über die Ausstellung „Kinder des 20. Jahrhunderts“ ist sicherlich nicht zu beanstanden. Umso abstoßender ist jedoch die Abbildung der Plastik „Piggy Back“ von J. und D. Chapman aus besagter Ausstellung . . . De gustibus non est disputandum, aber ich persönlich empfinde diese „futuristische Plastik“ als ein abgeschmacktes kinderpornographisches Machwerk. Dass es sich hier nur um „von . . . Bildhauern als Modell sehr ernst genommene Kinder in unbefangener Nacktheit“ handelt, kann ich nicht nachvollziehen, insbesondere nicht als Vater von drei Kindern im betreffenden Alter. Vielmehr wird hier belegt, dass sich heutzutage auch die widerwärtigsten und obszönsten Fantasien ungeniert und ungestraft unter dem Deckmäntelchen der Kunst ausleben dürfen. Selbst ein angesehener Kinderarzt und das seriöse Deutsche Ärzteblatt heben solche schmutzigen Auswüchse als besonders interessante und ernst zu nehmende Kunstwerke hervor . . .
Priv.-Doz. Dr. Mathias M. Borst, Trübnerstraße 33, 69121 Heidelberg

Jake und Dinos Chapman: „Piggy Back“, 1997/98, Fiberglas/ Harz, Lack, Kunstharz und Schuhe, 150 x 65 x 55 cm, Courtesy Torch Gallery/ Sammlung I. Witzenhausen, Amsterdam
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