ArchivDeutsches Ärzteblatt36/2000Häufig gefragt : Was ist der Rechnungszins?

Versicherungen

Häufig gefragt : Was ist der Rechnungszins?

Dtsch Arztebl 2000; 97(36): [119]

EB

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LNSLNS Der Rechnungszins gibt an, wie hoch bei einer Lebensversicherung die Verzinsung ist, um die vereinbarten garantierten Versicherungsleistungen bei Zahlung der vereinbarten Beiträge auch tatsächlich erbringen zu können. Da immer sichergestellt sein muss, dass diese Leistungen erbracht werden können, handelt es sich um einen Höchstrechnungszins, über den hinaus das Versicherungsunternehmen keine Garantien geben darf. Festgelegt wird dieser Zins vom Bundesfinanzminister, und zwar verbindlich für alle deutschen Versicherungsunternehmen. Dabei schreiben die gesetzlichen Regelungen größte Vorsicht vor.
Für die Festlegung der Beitragshöhe einer Lebensversicherung ist der Rechnungszinssatz ein wesentlicher Faktor. Seit dem 1. Juli 2000 darf dieser Zinssatz auf Anordnung des Bundesfinanzministeriums nicht mehr als 3,25 Prozent betragen. Ursache hierfür sind die bereits seit einiger Zeit niedrigen Kapitalmarktzinsen. Zu beachten ist dieser neue Höchstzinssatz für alle Verträge, die seit dem 1. Juli 2000 abgeschlossen werden. Für Verträge, die vor diesem Datum zustande kommen, ändert sich nichts.
Was passiert nun mit den Zinserträgen, die das Versicherungsunternehmen über den Rechnungszins hinaus erwirtschaftet? Dieser Gewinn kommt den Kunden in Form einer Überschussbeteiligung zugute, die ebenfalls gesetzlich geregelt ist. Dies bedeutet: Die Versicherungsunternehmen müssen mindestens 90 Prozent der Kapitalerträge an die Kunden weitergeben. Hinzu können weitere Überschüsse kommen, die aus einer günstigen Kostensituation oder aus Risikogewinnen entstehen können. Auf diese Zusammenhänge hat die Victoria hingewiesen, ein Unternehmen der Ergo Versicherungsgruppe. EB
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