ArchivDeutsches Ärzteblatt5/1996Arzneimittel – Vermißt: Klarer Blick
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LNSLNS Das 40 Jahre währende kommunistische Regime in der ehemaligen, in sich selbst zusammengefallenen sogenannten DDR hat wohl nicht nur weite Teile Deutschlands wirtschaftlich zugrunde gerichtet, sondern auch in den cerebra mancher Leute Mutationen bewirkt, die einen klaren Blick auf Realitäten verwehren.
Es stimmt, daß Pharmafirmen auf dem Gebiet der ehemaligen "DDR" zum Teil überzogene Preise haben. Es mag stimmen, daß das Inanspruchnahme-Verhalten in bezug auf Arzneimittelverordnungswünsche überhöht ist.
Aber dem Ost-Patienten mögen doch wohl auch 3,55 DM für eine "Fußpilz-Creme" zur Verfügung stehen. Bezüglich der Verordnung von Schilddrüsentherapeutika ist zu bemerken, daß es schon immer ein Süd-NordGefälle diesbezüglich gegeben hat. Eine moderne Schilddrüsendiagnostik, die nicht nur mit dem Zentimetermaß betrieben wird, ruft nun einmal erhöhte therapeutische Konsequenzen hervor.
Auch in der alten Bundesrepublik gab es schon seit Jahrzehnten Vorsorgeuntersuchungen, die sich von der Geburt an über Schuluntersuchungen, regelmäßige Untersuchungen durch Berufsgenossenschaften in den Betrieben bis weit in das hohe Alter eines jeden Menschen erstreckten. Die überhöhte Zahl von Hypertonikern mag wohl mehr an der ungesunden und einseitigen Er-nährung in der ehemaligen sogenannten DDR liegen.
Dr. med. Hubert Scholz, Am Ketterlberg 13, 93346 Ihrlerstein
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