ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2000Asylbewerber: Unkorrekte Darstellung

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Asylbewerber: Unkorrekte Darstellung

Dtsch Arztebl 2000; 97(37): A-2378 / B-2032 / C-1908

Waßmann, Andreas

Zu einem Foto des Beitrags „Zwischen Staatsraison und Patientenwohl“ von Heike Korzilius in Heft 23/2000, auf dem ein Mann von zwei behelmten Männern überwältigt wird. Kommentar zu dem Foto: „Abgelehnte Asylbewerber, die nicht freiwillig ausreisen, werden zwangsweise abgeschoben“:
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LNSLNS Die Szene zeigt nicht die Durchführung einer Abschiebung, sondern die Beendigung einer Geiselnahme durch SEK-Beamte am 18. Mai 2000 in Bergkamen. Ein abgelehnter Asylbewerber aus dem Kosovo hatte sich vor seiner drohenden Abschiebung in seiner Wohnung verbarrikadiert und damit gedroht, sich mit seinem drei Monate alten Sohn vom Balkon zu stürzen . . .
Warum ich diese Recherche durchgeführt habe?
Meiner Erinnerung nach ging eben genau dieses Foto im Frühjahr durch die Presse mit dem von der dpa mitgeteilten Sachverhalt. Eine Bitte um Klärung an die Redaktion des DÄ, welcher Kommentar zu dem Foto nun stimmt, ergab jedoch leider keine Klärung. Stattdessen bat mich die Redaktion des DÄ, dass ich mich direkt mit einer Anfrage an die dpa wenden möchte.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Reportage von Frau Korzilius soll durch diesen Leserbrief nicht in ihrer Leistung geschmälert werden. Gerade bei politisch verfolgten Menschen halte ich eine exakte Berichterstattung für besonders wichtig.
Dr. med. Andreas Waßmann, Bodenborn 50, 58452 Witten
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