ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2000Sprachtherapie: Nicht zu früh

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Sprachtherapie: Nicht zu früh

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LNSLNS Oft geraten Eltern in Panik, wenn ihr Vierjähriges nicht richtig spricht.
Werden Kinder zu früh, zu oft und zu lange sprachtherapeutisch behandelt, sind sie leicht überfordert. Dr. med. Sylvia Schuster, Kinderärztin und Sprecherin des nordrheinischen Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, warnt davor, Kinder vor Ende des vierten Lebensjahres logopädisch behandeln zu lassen. „Einige entwicklungsbedingte Auffälligkeiten wie das Stottern bei Aufregung verschwinden von selbst, wenn das Kind älter wird.“ Eltern sollten nicht in Panik geraten, wenn ihr Kind mit vier Jahren noch nicht richtig spricht, sondern die ganzheitliche Untersuchung beim Kinder- und Jugendarzt abwarten. Je älter das Kind ist, desto gezieltere logopädische Maßnahmen seien möglich. Bei der Einschulung sollten die Sprachprobleme allerdings behoben sein. Häufig verbessere sich das Sprachvermögen bereits, wenn die Eltern zu Hause mit ihren Kindern mehr reden und ihnen vorlesen würden, statt den Fernseher einzuschalten.

Je älter das Kind, desto gezielter die Behandlung
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