ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2000Versorgungswerke: Antwort an die PDS

POLITIK

Versorgungswerke: Antwort an die PDS

Dtsch Arztebl 2000; 97(38): A-2426 / B-2093 / C-1944

Rieser, Sabine

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LNSLNS Mitgliederzahl, Beiträge undBefreiungsrecht standen im Mittelpunkt einer Anfrage.
Auf rund acht Milliarden DM hat die Bundesregierung vor kurzem die Beitragseinnahmen der berufsständischen Versorgungseinrichtungen für 1998 beziffert. Zu ihnen gehören auch die ärztlichen Versorgungswerke. Die Bundesregierung reagierte auf eine kleine Anfrage der PDS.
Ihrer Antwort zufolge betrug der durchschnittliche monatliche Beitrag der Versorgungswerke 1 260 DM. Die durchschnittliche Altersrente belief sich auf 3 578 DM. Die Bundesregierung verweist darauf, dass viele Satzungen zur Vereinfachung von Verwaltungsabläufen Regelbeiträge für Selbstständige vorsehen. Dies führe dazu, dass höhere als einkommensbezogene Beiträge gezahlt werden. Es gebe aber auch Versorgungswerke, die die Beiträge grundsätzlich in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes vom beruflichen Einkommen erheben würden. Dies führe – verglichen mit der Rentenversicherung – zu höheren Beitragseinnahmen der Versorgungswerke.
Ihre Zahl hat sich nach der Wende vor allem durch Neugründungen in den neuen Bundesländern von 47 auf 66 erhöht. Ende 1995 hätten sie
495 000 Mitglieder vereinigt (1990: 297 000). Ärztliche Versorgungswerke wurden seit dem Jahr 1990 in allen neuen Länder gegründet.
Von 1996 bis 2000 gründeten Rechtsanwälte und Steuerberater/-bevollmächtigte in mehreren Bundesländern neue Versorgungseinrichtungen. Die Bundesregierung weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es Mitte der 90er-Jahre wegen angestrebter Neugründungen Auseinandersetzungen gab. Der Gesetzgeber beschränkte deshalb im Grundsatz das so genannte Befreiungsrecht auf die klassischen verkammerten Freien Berufe. Rie
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