ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2000Entstehung, Prophylaxe und Therapie von Durchliegegeschwüren: Operation kann Behandlung verkürzen

MEDIZIN: Diskussion

Entstehung, Prophylaxe und Therapie von Durchliegegeschwüren: Operation kann Behandlung verkürzen

Dtsch Arztebl 2000; 97(38): A-2471 / B-2113 / C-1978

Germann, Günter

zu dem Beitrag von Prof. Dr. med. Michael Martin, Birgit Gretzinger, Andreas Kohlschreiber in Heft 23/2000
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LNSLNS Bei der Wertung der unterschiedlichen Verfahren kommen nach meinem Dafürhalten die operativen Verfahren deutlich zu kurz. Natürlich ist die Möglichkeit der Operation auch durch den physiologischen Zustand des Patienten limitiert und viele Patienten fallen in die Klassifikation ASA 3 und 4. Allerdings darf man nicht vergessen, dass eine frühzeitige operative Deckung die Behandlungsdauer und dadurch natürlich auch die Morbidität des Patienten und die Behandlungskosten signifikant senken kann. So ist eine Behandlungsdauer von 213 Tagen bis zur Abheilung eines großen sakralen Dekubitalulkus sicher nur zu rechtfertigen, wenn der Zustand des Patienten keinen operativen Eingriff erlaubt, wie er in Abbildung 2 exemplarisch dargestellt ist. Eigene Untersuchungen, die in Kürze publiziert werden, haben gezeigt, dass die Vorbehandlungszeiten bis zur plastischen Deckung oft 170 Tage betragen, ohne dass ein signifikanter Erfolg erzielt wurde. Von daher denke ich, dass in Ihrem ansonsten exzellenten Artikel die Rolle der plastischen Deckungsverfahren bei Ulzera an jeder Stelle des Körpers nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, da es sich hier nicht nur um eine krankheitsverbessernde, sondern auch kostensparende Maßnahme handelt. Prof. Dr. med. Günter Germann Abteilung für Verbrennungen, Plastische und Handchirurgie Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Ludwigshafen Plastische und Mundchirurgie Universität Heidelberg Ludwig-Guttmann-Straße 13, 67071 Ludwigshafen

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