ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2000Isolierte systolische Hypertonie: behandeln oder beobachten?

MEDIZIN: Referiert

Isolierte systolische Hypertonie: behandeln oder beobachten?

Dtsch Arztebl 2000; 97(38): A-2472 / B-2114 / C-1979

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LNSLNS Eine internationale Studiengruppe wertete die Daten von acht Interventionsstudien bei arterieller Hypertonie unter dem Aspekt der isolierten systolischen Hypertonie aus. Insgesamt erfüllten 15 693 Patienten die Kriterien einer isolierten systolischen Hypertonie mit systolischem RR > 160 mm Hg und diastolischem RR < 95 mm Hg. Die Patienten in diesen Studien wiesen ein erhöhtes Risiko für Gesamtmortalität (1,26-fach) und Schlaganfall (1,22-fach) auf, nicht jedoch für koronare Ereignisse (1,07-fach). Durch medikamentöse Intervention konnte die Gesamtmortalität um 13 Prozent, die kardiovaskuläre Mortalität um 18 Prozent, die Schlaganfallrate um 30 Prozent und das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse um 23 Prozent gemindert werden. Von einer Behandlung profitierten besonders Männer, Patienten über 70 Jahre und Patienten mit vorangegangenen kardiovaskulären Ereignissen. Die Autoren resümieren, das aufgrund dieser Datenlage eine medikamentöse Behandlung bei der isolierten systolischen Hypertonie indiziert ist. Die fehlende Korrelation von systolischem RR und kardiovaskulären Ereignissen weist darauf hin, dass die Koronarprotektion durch Antihypertensiva möglicherweise unterschätzt wird. acc Staessen JA: Risks of untreated and treated isolated systolic hypertension in the elderly: meta-analysis of outcome trials. Lancet 2000; 355: 865–872. Dr. Jan Staessen, Laboratorium Hypertensie, Campus Gasthuisberg, Gebouw Onderwijs en Navorsing, Herestraat 49, B-3000 Leuven, Belgien.

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