VARIA: Schlusspunkt

Öffentlich geförderte Lachklinik

Dtsch Arztebl 2000; 97(38): [68]

Titze, Michael

Die Gelotologie beschäftigt sich ganz ernsthaft mit der Wissenschaft vom Lachen. Auch die Geschichte des therapeutischen Humors wird untersucht.

Aristoteles und Cicero führen das Lachen auf die Wahrnehmung von Defekten bei einem als unterlegen beurteilten Menschen zurück. Dieser belustigende Aspekt wird zum Hauptgegenstand der Komödie. Auch das Narren- und Clownswesen hat darin seinen Ursprung.
Britische Philosophen formulieren im 18. Jahrhundert die „Inkongruenztheorie“: Lachen entstehe, wenn eine Normabweichung wahrgenommen wird, die der „common sense“ nicht tolerieren kann.
Nach Sigmund Freud setzt sich ein Mensch im Lachen über jene Hemmschwellen hinweg, die durch verdrängte Sexual- und Aggressionsimpulse aufgebaut wurden. Der Humor „erspare“ es dem Gewissen, Mitleid zu empfinden. Der Psychiater William F. Fry begann in den 70er-Jahren die physiologischen Auswirkungen des Lachens zu untersuchen. Er begründete die „Humorphysiologie“ beziehungsweise Gelotologie, die heute an mehreren US-amerikanischen Universitäten gelehrt wird.
Fry analysierte die Arbeiten von Clowns, Komödianten und Kabarettisten. Er verwendete Videobänder dieser „Humor-Praktiker“, um seine Probanden zum Lachen zu bringen. Es entstanden Weiterbildungszentren für Kinderärzte, Krankenschwestern und Sozialarbeiter, die ein systematisches Training zum Krankenhausclown offerieren.
In den 80er-Jahren entstanden verschiedene Fachgesellschaften im Bereich des „therapeutischen Humors“. Kongresse werden veranstaltet, Zeitschriften und Newsletters ins Leben gerufen. In den USA sind inzwischen mehrere Tausend Mitarbeiter des Gesundheitswesens in diesen Gesellschaften organisiert.
In Birmingham rief der Sozialarbeiter Robert Holden vor knapp zehn Jahren eine „laughter clinic“ ins Leben, die mit öffentlichen Mitteln gefördert wird.
Vom 29. September bis 1. Oktober findet im Kongresszentrum Messe Basel der 5. Internationale Kongress „Humor in der Therapie“ statt.
Informationen: Telefon: 00 41/61 68/28 28. Internet: www.humor.ch
Aristoteles und Cicero führen das Lachen auf die Wahrnehmung von Defekten bei einem als unterlegen beurteilten Menschen zurück. Dieser belustigende Aspekt wird zum Hauptgegenstand der Komödie. Auch das Narren- und Clownswesen hat darin seinen Ursprung.
Britische Philosophen formulieren im 18. Jahrhundert die „Inkongruenztheorie“: Lachen entstehe, wenn eine Normabweichung wahrgenommen wird, die der „common sense“ nicht tolerieren kann.
Nach Sigmund Freud setzt sich ein Mensch im Lachen über jene Hemmschwellen hinweg, die durch verdrängte Sexual- und Aggressionsimpulse aufgebaut wurden. Der Humor „erspare“ es dem Gewissen, Mitleid zu empfinden. Der Psychiater William F. Fry begann in den 70er-Jahren die physiologischen Auswirkungen des Lachens zu untersuchen. Er begründete die „Humorphysiologie“ beziehungsweise Gelotologie, die heute an mehreren US-amerikanischen Universitäten gelehrt wird.
Fry analysierte die Arbeiten von Clowns, Komödianten und Kabarettisten. Er verwendete Videobänder dieser „Humor-Praktiker“, um seine Probanden zum Lachen zu bringen. Es entstanden Weiterbildungszentren für Kinderärzte, Krankenschwestern und Sozialarbeiter, die ein systematisches Training zum Krankenhausclown offerieren.
In den 80er-Jahren entstanden verschiedene Fachgesellschaften im Bereich des „therapeutischen Humors“. Kongresse werden veranstaltet, Zeitschriften und Newsletters ins Leben gerufen. In den USA sind inzwischen mehrere Tausend Mitarbeiter des Gesundheitswesens in diesen Gesellschaften organisiert.
In Birmingham rief der Sozialarbeiter Robert Holden vor knapp zehn Jahren eine „laughter clinic“ ins Leben, die mit öffentlichen Mitteln gefördert wird.
Vom 29. September bis 1. Oktober findet im Kongresszentrum Messe Basel der 5. Internationale Kongress „Humor in der Therapie“ statt.
Informationen: Telefon: 00 41/61 68/28 28. Internet: www.humor.ch
Dr. Michael Titze
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