ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2000Berufskrankheiten: Asbest-Folgen werden sichtbar

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Berufskrankheiten: Asbest-Folgen werden sichtbar

Dtsch Arztebl 2000; 97(39): A-2490 / B-2130 / C-1886

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LNSLNS Hautkrankheiten, Lärmschwerhörigkeit und Asbest an der Spitze
Mehr als ein Drittel aller Berufskrankheiten (35 Prozent) entfallen derzeit auf die Gruppe der Hauterkrankungen. Sie führen damit die Liste der Berufserkrankungen an, wie der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVGB) mitteilt. An zweiter Stelle der Statistik steht die Lärmschwerhörigkeit mit 6 200 Fällen (25 Prozent). In 25 000 von insgesamt 71 000 Fällen konnte 1999 der Verdacht auf die berufliche Verursachung einer Erkrankung bestätigt werden.
Als Besorgnis erregend bezeichnet der HVGB die Entwicklung der durch Asbest verursachten Berufskrankheiten. Diese spielten bis Anfang der 70er-Jahre kaum eine Rolle. Seither haben sie jedoch deutlich zugenommen. 1999 entfielen circa 3 500 der bestätigten Fälle (14 Prozent) auf diese Erkrankungen. Bei den Todesfällen Berufserkrankter ist Asbest die häufigste Ursache (1 002 Fälle) Zu berücksichtigen ist bei dieser Entwicklung, dass die heutige Zunahme auf Gefährdungen zurückgeht, die bis zu 30 und mehr Jahre zurückliegen können. Mittlerweile ist die Verwendung von Asbest verboten.
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