ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2000Sildenafil bei koronarer Herzkrankheit

MEDIZIN: Referiert

Sildenafil bei koronarer Herzkrankheit

Dtsch Arztebl 2000; 97(40): A-2625 / B-2237 / C-2100

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LNSLNS Aufgrund der häufigen Koinzidenz von kardialen Erkrankungen bei Männern mit Erektionsstörungen sind kardiale Nebenwirkungen von Sildenafil (Viagra) von besonderer Bedeutung.
In einer aufwendigen Versuchsanordnung wurde im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung bei 14 Männern der hämodynamische Effekt von Sildenafil in höhergradig stenosierten Koronarien sowie in nicht stenosierten Koronarien invasiv mittels intrakoronarer Doppleruntersuchung erfasst. Durch Gabe von Adenosin vor und nach Sildenafil wurde zusätzlich eine maximale Hyperämie in den Koronarien erzeugt.
Bei Untersuchung verschiedenster Parameter (systemischer Widerstand, pulmonal-arterieller Widerstand, pulmonal-kapillärer Verschlussdruck, zentraler Venendruck, Herzfrequenz, Schlagvolumen, koronarer Blutfluss, koronarer Widerstand sowie koronare Flussreserve) konnten keine relevanten negativen Auswirkungen von oral verabreichtem Sildenafil festgestellt werden.
Die Autoren der Universität von Pennsylvania kommen zu dem Schluss, dass Sildenafil auch bei Männern mit ausgeprägter KHK keine relevanten Nebenwirkungen aufweist. acc
Herrmann HC et al.: Hemodynamic effects of sildenafil in men with severe coronary artery disease. N Eng J Med 2000; 342: 1622–1626.
Dr. Herrmann, Hospital of the University of Pennsylvania, 9 Founders Pavilion, 3400 Spruce St., Philadelphia, PA 19104, USA.

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