ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPraxis Computer 5/2000Arzt und Patient: Informationsvorsprung

Supplement: Praxis Computer

Arzt und Patient: Informationsvorsprung

Dtsch Arztebl 2000; 97(40): [1]

Schmedt, Michael

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LNSLNS Telearbeit, Telebanking, Telespiele und Telemedizin, Bereiche, die ursprünglich mit anderen Medienformen in Verbindung gebracht wurden, werden heute primär über das Web abgewickelt. Von zu Hause aus arbeiten, einkaufen und die Freizeit gestalten, dies scheint die Zukunft zu sein. Diese Entwicklung macht auch vor der Medizin nicht halt. Immer öfter liest man Schlagzeilen wie „Arztpraxis wird ins Web verlegt“ oder „Kontakt per Computer erleichtert die Diagnose“. Man könnte meinen, die Zeit des persönlichen Arztbesuches ginge zu Ende. Die Zugriffe auf die vielen Gesundheitsportale steigen stetig. Unbestritten ist, dass schnelle und qualitätsgesicherte Informationen sowohl für den Patienten als auch den Arzt von Vorteil sind. Voraussetzung hierfür ist aber der Internet-Zugang. Politik und Wirtschaft fördern zwar inzwischen die Verbreitung des Internets, und Bundeskanzler Schröder hat unlängst die „große Internet-Offensive“ angekündigt. Was ist aber mit denen, die nicht der „Generation Internet“ angehören – Rentnern oder sozial Schwachen –, die sich keinen Computer leisten können? Wenn die Qualität der medizinischen Versorgung von der technischen Ausstattung des Kranken abhängen sollte, droht hier eine Form der Zwei-Klassen-Medizin. Dies ist schon in den USA zu beobachten, wo Gesundheits-einrichtungen bestimmte Leistungen nur noch über das Internet anbieten – ein Grund mehr für den Arzt, die Informationsquelle Internet ständig zu nutzen, um im persönlichen Kontakt Informationsdefizite derjenigen Patienten auszugleichen, die eben nicht das Internet nutzen können. mis
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