ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2000Medizinstudium: Reformansätze untereinander austauschen

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Medizinstudium: Reformansätze untereinander austauschen

Dtsch Arztebl 2000; 97(41): A-2698 / B-2300 / C-2164

Burger, Walter

Zu dem Beitrag „Problemorientiertes Lernen: Eine Chance für die Fakultäten“ von Prof. Dr. med. Winfried Kahlke in Heft 36/2000:
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LNSLNS . . . Ein wesentlicher Hemmschuh für die Umsetzung von Reformideen besteht sicher in dem nicht unerheblichen Arbeitsaufwand, der für Konzeptionsentwicklung und Umsetzung geleistet werden muss, vor allem, wenn ein Reformansatz parallel zum traditionellen Studium durchgeführt wird. Die Charité in Berlin hat sich dieser Aufgabe gestellt und nimmt nun im kommenden Wintersemester den zweiten Jahrgang der Studierenden in ihrem Modellstudiengang (http://www. charite.de/rv/reform/) auf. Die ersten – noch vorläufigen Erfahrungen – sind durchaus ermutigend und auch für viele der zunächst kritisch eingestellten Fakultätsmitglieder positiv. Hier ist eine kleine Korrektur an den Ausführungen von Herrn Kahlke notwendig: Auch der Berliner Reformstudiengang ist über das ganze Studium hindurch auf dem Konzept des POL aufgebaut, was zeigt, dass dies auch an einer großen staatlichen medizinischen Fakultät – wenn auch mit einem beträchtlichen Anfangsaufwand – möglich ist. Der von der Bund-Länder-Kommission unterstützte und als wissenschaftlicher Modellversuch angelegte Berliner Reformstudiengang soll und wird die Frage beantworten, inwieweit und unter welchen Bedingungen ein POL-zentrierter Studiengang an einer großen Fakultät umgesetzt werden kann. Es wäre wünschenswert, dass die auch in Deutschland zunehmenden Erfahrungen mit verschiedenen Reformansätzen (Köln, München, Dresden, Heidelberg, Greifswald, Berlin, Hamburg, Lübeck) stärker untereinander ausgetauscht und von wissenschaftlichen Studien begleitet würden. Das dafür vorhandene Forum der Gesellschaft für medizinische Ausbildung (http://www.gma.mwn.de) wird noch viel zu wenig genutzt.
Prof. Dr. med. Walter Burger, Charité, Virchow Klinikum, Reformstudiengang Medizin, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin
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