ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2000Qualitätssicherung im Krankenhaus: Das Vertragswerk steht

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Qualitätssicherung im Krankenhaus: Das Vertragswerk steht

Rieser, Sabine

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LNSLNS Nach einjährigen Verhandlungen haben sich die Partner in der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen auf ein umfangreiches Vertragswerk zur externen Qualitätssicherung in Krankenhäusern geeinigt. Es tritt im Januar 2001 in Kraft und ist dann für alle zugelassenen Krankenhäuser verbindlich. Kommen diese ihren Verpflichtungen nicht nach, sind nach und nach Vergütungsabschläge vorgesehen.
Als Erstes werden Maßnahmen der Qualitätssicherung in der Herzchirurgie und der Kinderkardiologie greifen, außerdem bei Fallpauschalen und Sonderentgelten. Darüber hinaus sollen in Zukunft entsprechende Vereinbarungen in der Transplantationsmedizin und für das ambulante Operieren getroffen werden.
Darauf haben sich die Bundesärztekammer, der Verband der
privaten Krankenversicherung, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der Deutsche Pflegerat und die Spitzenverbände der Gesetzlichen Krankenversicherung verständigt. Sie setzen damit den zum 1. Januar neu geregelten § 137 SGB V um.
Die Abmachung sieht die Gründung einer „Bundesprojektgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS)“ vor. Sie soll Krankenhäuser bei der Einführung und Umsetzung von Qualitätssicherungsvorhaben unterstützen, diese bundesweit koordinieren und Ansprechpartner für die Projektgeschäftsstellen auf Landesebene sein.
Bei der Vorstellung des Vertragswerks bestätigten die Vertreter der Verbände und Arbeitsgemeinschaften, nicht immer einer Meinung gewesen zu sein, doch nun ziehe man an einem Strang. Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe würdigte die gleichberechtigte Mitwirkung von Ärzteschaft und Pflegeberufen. Der Präsident der Bundesärztekammer sagte, die Gründung der BQS belege die Überzeugung aller Beteiligten, dass Qualitätssicherung in der Medizin nur in fairer Kooperation und partnerschaftlicher Zusammenarbeit zu bewältigen sei. Sabine Rieser
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