ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2000Frankreich: „Pille danach“ rezeptfrei

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Frankreich: „Pille danach“ rezeptfrei

Dtsch Arztebl 2000; 97(42): A-2738 / B-2351 / C-2183

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LNSLNS Abgabe des Medikaments soll erleichtert werden.
Die Abgabe der „Pille danach“ soll in Frankreich erheblich erleichtert werden. Die Pariser Nationalversammlung stimmte Anfang Oktober in erster Lesung mit großer Mehrheit einem Gesetzentwurf zu, wonach Apotheker dieses Medikament rezeptfrei an Erwachsene ausgeben und Ärzte es Minderjährigen auch ohne Zustimmung der Eltern verschreiben dürfen. Damit soll eine bereits weitgehend gängige Praxis legalisiert werden. Zudem sollen Krankenschwestern die „Pille danach“ frei an Schulen ausgeben können, was Schulministerin Ségolène Royal bereits im Januar angeordnet hatte. Allerdings hatte der Staatsrat, das höchste Verwaltungsgericht Frankreichs, diese Neuregelung im Juni mit der Begründung aufgehoben, sie verstoße gegen das bestehende Abtreibungsgesetz.


Künftig sollen Ärzte in Frankreich Minderjährigen die „Pille danach“ auch ohne Zustimmung der Eltern verschreiben dürfen.
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