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LNSLNS Hans Katzer, ehemaliger Hauptgeschäftsführer und Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), ehemaliger Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung (von 1965 bis 1969), Köln, starb am 18. Juli in Köln im Alter von 77 Jahren.
Hans Katzer, in Köln geboren, erlernte zunächst den Beruf des Textilkaufmanns. Nach kurzer Kriegsgefangenschaft kehrte Katzer nach Köln zurück, wo er bis 1949 beim Arbeitsamt tätig war. Dort wurde er in den Betriebsrat gewählt. Katzer zählt zu den Männern "der ersten Stunde" der CDU nach dem Zweiten Weltkrieg. Er war Mitbegründer der Sozialausschüsse der CDU, der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA). Er wurde 1950 deren Hauptgeschäftsführer, ein Amt, das er bis 1963 innehatte. Von 1963 bis 1977 war er Bundesvorsitzender der CDA. Von 1965 bis 1969 war Katzer Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung im zweiten Kabinett Ludwig Erhard. Er war ein vehementer Verfechter der von Ludwig Erhard und Alfred Müller-Armack begründeten sozialen Marktwirtschaft. Maßgeblich hat er die Gesetzgebung um die Betriebsverfassung, Mitbestimmung, Vermögensbildung in breiten Schichten und vor allem die neu konzipierte Arbeitsförderung (Arbeitsförderungsgesetz) mit gestaltet. Auch die Sicherung der Kriegsopferversorgung und der dynamischen Rente sowie die Vorbereitung der arbeitsrechtlichen Lohnfortzahlung für Arbeiter hat Katzer wesentlich mit geprägt.
Als die Union 1969 in die Opposition ging, wurde Katzer stellvertretender Vorsitzender der von Rainer Barzel geführten CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Dieses Amt übte er bis zu seinem Ausscheiden aus dem Bundestag 1980 aus (Katzer hatte nicht mehr kandidiert). Danach wurde er Präsident der Europäischen Christlichen Arbeitnehmerschaft; er wurde in das Europa-Parlament gewählt und war dessen Vizepräsident. 1984 nahm er Abschied von der Europa-Politik. Seine politische Karriere begann er in Köln. Hier wurde er 1945 Mitglied der CDU; er gehörte dem Rat der Stadt Köln von 1950 bis 1957 an und setzte eine Tradition seiner Familie fort. EB
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