ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2000Ernährung: Die Dosis macht es

BRIEFE

Ernährung: Die Dosis macht es

Dtsch Arztebl 2000; 97(42): A-2776 / B-2381 / C-2213

Becker, Helga

Zu der Meldung „Frauen leben ungesund“ in Heft 36/2000:
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LNSLNS Jetzt platzt mir der Kragen! Ausgerechnet die Zeitschrift „Brigitte“ will bei Frauen die Lust am Essen fördern. Diese Zeitschrift fördert seit Jahren einen geradezu paradoxen Diätwahn und eine ungesunde Schlankheit. Es gibt aus diesem Hause mehrere Bände Brigitte-Diät, unzählige Abbildungen von superdünnen jungen Mädchen, die von der weiblichen Jugend als Vorbild begriffen werden. Und nicht nur von der Jugend! Auch in meinem Freundeskreis – der Damen in bestem Alter – ist Konfektionsgröße 36 bis 38 zum Religionsersatz geworden. Ich selbst, gesund, leistungsfähig und faltenfrei, habe Konfektionsgröße 42 bis 44, muss mich demnach als dick begreifen.
Kein Mensch will Adipositas fördern. Aber die Dosis macht es, auch bei der Ernährung. Wir sind als wenige Menschen auf unserer Erde in der glücklichen Lage, nicht hungern und dürsten zu müssen, gute Behausungen, vernünftige ärztliche Versorgung und Hygiene zu haben, und reden dann Wohlstandskrankheiten wie Bulimie und Anorexia in bunten Blättern herbei. Frau Ministerin Fischer vom BMG sollte sich einen anderen Mitstreiter suchen.
Dr. med. Helga Becker, Gartenpromenade 33, 82131 Gauting
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