ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2000Hirnaktivierungsmuster prädiktiv für Alzheimer-Demenz

MEDIZIN: Referiert

Hirnaktivierungsmuster prädiktiv für Alzheimer-Demenz

Dtsch Arztebl 2000; 97(42): A-2792 / B-2375 / C-2229

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LNSLNS Das Apolipoprotein E (APOE) kommt in drei Isoformen vor. Das e-4-Allel von APOE ist der wichtigste bekannte genetische Risikofaktor für die Entstehung der Alzheimer-Krankheit. Ob sich bei Patienten mit diesem Marker bereits vor dem Auftreten klinisch relevanter Gedächtnisstörungen Hinweise für einen veränderten Hirnmetabolismus ergeben, war Gegenstand einer neuropsychiatrischen Untersuchung.
16 neurologisch unauffällige Träger des APOE-e-4-Allels wurden mittels funktionellem Kernspin untersucht, als Kontrollen galten 14 ebenfalls neurologisch unauffällige Probanden, die nicht Träger der APOE-e-4-Isoform waren.
Sowohl Stärke als auch Ausmaß der Gehirnaktivierung in Regionen, die von der Alzheimer-Krankheit betroffen sind, waren bei der Durchführung von Gedächtnisleistungen bei Trägern des APOE-e-4-Allels gegenüber Kontrollpersonen erhöht. Die Autoren werten dies als frühen Hinweis auf eine strukturelle Hirnstörung, die im präklinischen Zustand durch vermehrte Aktivierung noch kompensiert wird und das spätere Auftreten einer Alzheimer-Krankheit wahrscheinlich macht. Da neuere potenzielle Therapieoptionen des Morbus Alzheimer auf eine Progressionshemmung der Erkrankung abzielen, wäre mit dem beschriebenen Verfahren eine Früherkennung von Alzheimer-Risikogruppen möglich, die in diesem Fall von einer frühzeitig beginnenden Therapie profitieren könnten. acc

Bookheimer SY et al.: Patterns of brain activation in people at risk for Alzheimer’s disease. N Eng J Med 2000; 343: 450–456.

Dr. Small, UCLA Neuropsychiatric Institute, 88-201, 760 Westwood Plaza, Los Angeles, CA 90024, USA.

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