ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2000Forschung der NS-Zeit: Mahnmal in Berlin-Buch

AKTUELL

Forschung der NS-Zeit: Mahnmal in Berlin-Buch

Dtsch Arztebl 2000; 97(43): A-2810 / B-2407 / C-2237

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Auf dem Campus wird der ermordeten Menschen gedacht, an deren Gehirnen Wissenschaftler forschten.

Ein Mahnmal der in Berlin lebenden Bildhauerin Anna Franziska Schwarzbach wurde Mitte Oktober auf dem Campus Berlin-Buch eingeweiht. Es trägt die Inschrift: „Zur Erinnerung an die Opfer nationalsozialistischer Euthanasieverbrechen. Von 1939 bis 1944 haben Wissenschaftler des Kaiser-Wilhelm-Institutes für Hirnforschung in Berlin-Buch Gehirne von Opfern der Mordtaten für Forschungszwecke benutzt. Als Verpflichtung und Mahnung für Wissenschaftler und Ärzte zu ethischem Handeln, zur Achtung der unveräußerlichen Rechte aller Menschen und zur Wahrnehmung gesellschaftlicher Mitverantwortung.“
Das Mahnmal wurde von der Max-Delbrück-Gesellschaft für Molekulare Medizin, der Max-Planck-Gesellschaft und der Deutschen Forschungsgemeinschaft errichtet. Das Geld dafür stammt aus Spenden und Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie.
Die Arbeit des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Hirnforschung in den Jahren 1937 bis 1945 wird in einem Bericht „Hirnforschung und Krankenmord“ näher beleuchtet. Weitere Informationen: Telefon: 0 30/2 26 67-1 54.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema