ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2000Elektrophysiologische Untersuchung identifiziert Risikopatienten für Sekundenherztod

MEDIZIN: Referiert

Elektrophysiologische Untersuchung identifiziert Risikopatienten für Sekundenherztod

Dtsch Arztebl 2000; 97(43): A-2866 / B-2453 / C-2278

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LNSLNS Patienten mit koronarer Herzerkrankung, linksventrikulärer Funktionsstörung und asymptomatischen selbstlimitierenden ventrikulären Tachykardien haben ein erhöhtes Risiko für einen Sekundenherztod. Eine US-amerikanische Multizenterstudie untersuchte bei dieser Patientengruppe den Wert einer elektrophysiologischen Untersuchung (EPU) zur Risikostratifizierung. Von 1 397 Patienten wiesen 704 Patienten während der EPU induzierbare nichtlimitierende ventrikuläre Tachykardien auf. Hiervon wurde die Hälfte randomisiert antiarrhythmisch behandelt, während die andere Hälfte ohne Therapie blieb. In der Nachbeobachtungsphase schnitten die antiarrhythmisch behandelten Patienten deutlich besser ab: Nach zwei Jahren lag ihre Mortalitätsrate bei 12 Prozent verglichen mit 18 Prozent bei den unbehandelten Patienten, noch deutlicher war der Unterschied nach fünf Jahren mit 24 versus 32 Prozent.
Die Autoren resümieren, dass mit der EPU eine Identifizierung von Hochrisikopatienten mit KHK und reduzierter linksventrikulärer Funktion möglich ist und empfehlen, diese zur Risikostratifizierung und Therapieentscheidung einzusetzen. acc

Buxton AE et al.: Electrophysiologic testing to identify patients with coronary artery disease who are at risk for sudden death. N Eng J Med 2000; 342: 1937–1945.

Dr. Buxton, Division of Cardiology, Rhode Island Hospital, 2 Dudley Street, Suite 360, Providence, RI 02905, USA.

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