SPEKTRUM: Leserbriefe

PKV: Vorschlag

Stoßberg, Veit

Zur Beitragsgestaltung der privaten Kran­ken­ver­siche­rungen
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LNSLNS Meiner Meinung liegt . . . ein Nicht-Verstehen des Arzt-Patienten-Krankenkassen-Verhältnisses zugrunde. Der Arzt hat nach bestem Wissen und Gewissen seine Patienten zu behandeln. Der Patient ist bei der Krankenkasse versichert. Wenn deshalb von seiten der Politik Kostendämpfungen durchgesetzt werden sollen, ist meiner Meinung nach nicht das Arzt-Patienten-Verhältnis, sondern das Patienten-Versicherungs-Verhältnis gestört, und der Streit sollte dort stattfinden. Ich schlage deshalb folgendes vor:
Kassenärzte verpflichten sich, den Patienten nach den GOÄ-Tarifen zu behandeln, diese werden in den Praxen öffentlich ausgehängt, damit das nötige Wissen über diese Tarife entsteht. Der Arzt rechnet mit dem Patienten bar ab (Sozialhilfe-Empfänger können nach Nachweis davon ausgenommen werden, dort erfolgt die Abrechnung mit dem Amt direkt). Meiner Meinung nach sollte jeder Mitbürger, der in der Lage ist, monatlich seine Telefonrechnung oder eine Autoreparatur zu bezahlen, dazu in der Lage sein – was dies kostet, wissen wir alle. Rezepte werden ausgestellt und von Patienten in der Apotheke bezahlt. Bei generic products kann dann der Patient nach Beratung durch Arzt und/oder Apotheker entscheiden, ob er ein Hochpreis- oder Billigprodukt nimmt.
Was die Krankenkasse dem Patienten zahlt, ist ihre Sache, ob sie rationiert oder nicht, soll sie mit diesen Gremien ausmachen; wenn die Politiker sie dazu zwingen, kann sie dies den Versicherungsnehmern selbst erklären.
Effekt: Die Diskussion findet nicht mehr in unseren Praxen, sondern in der Kasse oder beim Politiker statt. Wir haben mehr Zeit für unsere Patienten.
Dr. Veit Stoßberg, Baunachweg 12, 97422 Schweinfurt
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