ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2000Abtreibungspille: Debatte geht weiter

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Abtreibungspille: Debatte geht weiter

Dtsch Arztebl 2000; 97(44): A-2889 / B-2457 / C-2301

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LNSLNS Pro Familia und Politiker kämpfen für Mifegyne.
Der Bewertungsausschuss der Ärzte und Krankenkassen will das Honorar für Ärzte, die einen medikamentösen Schwangerschaftsabbruch vornehmen, nicht erhöhen. Die rot-grüne Koalition hatte sich dafür eingesetzt, nachdem der deutsche Vertreiber der Abtreibungspille wegen zu geringer Nachfrage angekündigt hatte, das Medikament vom Markt zu nehmen. Seit Markteinführung von Mifegyne sind in Deutschland nur vier bis fünf Prozent der Schwangerschaftsabbrüche medikamentös vorgenommen worden. Die Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung, Pro Familia, macht dafür nicht nur die unzureichende Honorierung verantwortlich. Jedes neue Medikament benötige Zeit, sich zu etablieren. Die meisten Frauen in anderen Ländern hätten gute Erfahrungen mit dem medikamentösen Abbruch gemacht, hieß es auf einer internationalen Fachkonferenz in Berlin.
Das letzte Wort über Mifegyne ist noch nicht gesprochen. Möglicherweise übernimmt ein anderes Unternehmen den Vertrieb.
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