ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2000Krankenhäuser: Ringen um Zuschläge

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Krankenhäuser: Ringen um Zuschläge

Dtsch Arztebl 2000; 97(44): A-2892 / B-2460 / C-2304

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LNSLNS DKG und Privatversicherer streben Reglement an.
Die Deutsche Kranken-hausgesellschaft (DKG) und der Verband der privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) wollen sich über die Umsetzung eines Urteils des Bundesgerichtshofes vom 4. August (Az.: III ZR 158/99) verständigen und die Höhe der Zuschläge bei der Wahlleistung „Unterkunft in einem Ein- oder Zweibettzimmer“ regeln. Falls die bisher teilweise überhöhten Zuschläge stark ermäßigt werden, müssen nach Ansicht der DKG die Basispflegesätze und ab 2003 die diagnosebezogenen Fallpauschalen entsprechend erhöht werden. Anderenfalls könnten viele Krankenhäuser Teile der Betriebskosten nicht mehr decken, so DKG-Präsident Volker Odenbach.
Unter Zugrundelegung von auszugliedernden Kosten von 25 Prozent bei Inanspruchnahme eines Zwei- und 65 Prozent bei einem Einbettzimmer beziehungsweise von 35 Prozent bei einem Einbettzimmer, wenn das Zweibettzimmer zur Regelleistung gehört, erlaubt der BGH jetzt nur noch Zuschläge bis zu 30 Prozent bei Zwei- und 80 bis 45 Prozent der Bezugsgröße Unterkunft bei Einbettzimmern.
Wie DKG-Dezernent Stephan Achner erklärte, ist die Mehrzahl der Krankenhäuser nicht daran interessiert, dass PKV und Beihilfe fortlaufend Quersubventionen zugunsten der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung leisten. Zudem seien überhöhte Zimmerzuschläge von wenigen Krankenhäusern abträglich für das Image aller Krankenhäuser, die sich bei der Bemessung der Zuschläge auf der Grundlage der Bundespflegesatzverordnung hielten.
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