ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2000Drittmittel: Verhaltenskodex sorgt für Klarheit

POLITIK

Drittmittel: Verhaltenskodex sorgt für Klarheit

Dtsch Arztebl 2000; 97(44): A-2900 / B-2464 / C-2308

Korzilius, Heike

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LNSLNS Die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, der Deutsche Hochschulverband sowie Verbände der pharmazeutischen und medizintechnologischen Industrie haben sich Ende September auf einen gemeinsamen Standpunkt für ihre künftige Zusammenarbeit verständigt, um Korruptions- und Bestechungsvorwürfe von vornherein zu vermeiden. Unklare gesetzliche Vorgaben und uneinheitliche Interpretationen in der Rechtspraxis hätten bereits zu empfindlichen Einbrüchen bei der industriefinanzierten Drittmittelforschung sowie bei der industrieunterstützten ärztlichen Fort- und Weiterbildung geführt.
Zuwendung und Produktverkauf klar trennen
Zu den Grundsätzen des „Gemeinsamen Standpunktes“ gehören unter anderem die klare Trennung zwischen Zuwendung und Produktverkäufen, die Offenlegung von Zuwendungen gegenüber den Verwaltungen oder Trägern medizinischer Einrichtungen beziehungsweise die Genehmigung dieser Zuwendungen, sowie die Dokumentation darüber. Außerdem müssen Leistung und Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis stehen. „Es muss vermieden werden, Beschaffungsentscheidungen von Ärzten mit der Gewährung von Drittmitteln zu verknüpfen“, so das Memorandum. Es mache aber keinen Sinn, einerseits ein stärkeres Engagement der Industrie zur Sicherung des Forschungsstandortes Deutschland zu fordern und andererseits die Drittmittelgewährung infrage zu stellen oder zu kriminalisieren. Zudem müsse die Politik für klare gesetzliche Rahmenbedingungen sorgen.
Der Text des „Gemeinsamen Standpunktes“ findet sich im Internet
unter www.dkgev.de unter der Rubrik „Recht“. HK
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