ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2000Wann kann ein Gen patentiert werden?

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Wann kann ein Gen patentiert werden?

Dtsch Arztebl 2000; 97(44): A-2895 / B-2459 / C-2187

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LNSLNS Entscheidend dafür, ob ein Gen oder eine Gensequenz patentiert werden kann, ist das Vorhandensein einer „technischen Lehre“. Es genügt nicht, eine Gensequenz aufzufinden und ihre biologische Funktion anzugeben. Dies wäre eine bloße Entdeckung und nicht patentierbar (Deutsches Ärzteblatt 24/1993).
Patentierbar sind hingegen Erfindungen. Der Patentanmelder muss dabei beschreiben, wie Wissen technisch angewendet werden kann. Dann existiert die technische Lehre. „Bei der Patentierung geht es um eine Vermehrung des Könnens und nicht des Wissens“, erläutert Dr. Rainer Ipfelkofer, Patentprüfer am Deutschen Patentamt. Ein Patent würde vergeben, wenn ein Forscher ein Gen isoliert, das verschlüsselte Enzym entdeckt und dieses beliebig oft herstellen kann. Zugleich müsse er den Verwendungszweck angeben können, beispielsweise die Herstellung eines neuen Medikamentes, erklärt Ipfelkofer.
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