ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/1996Beschneidung: Solide Information

SPEKTRUM: Leserbriefe

Beschneidung: Solide Information

Loeffler-Hofmann, Constanze

Zu dem Beitrag "Rituelle Verstümmelung ? auch in Deutschland sind Mädchen gefährdet" von Dr. med. Elisabeth Hauenstein, Dr. med. Renate Dessauer und Christa Müller in Heft 23/1996
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LNSLNS Daß dieses Thema, von dem so viele Frauen betroffen sind, in einer seriösen medizinischen Zeitschrift aufgegriffen wurde, hat mich sehr gefreut. Endlich stehen Ärzten aller Fachrichtungen solide Informationen zur Verfügung. Mit Nachdruck begrüße ich die Unterstützung der internationalen Aktion (I)NTACT e.V., die Frauen fördert, die im eigenen Kulturkreis arbeiten.
Einem deutschen Gesetz, das diese ethno-kulturellen Verstümmelungen kriminalisiert, stehe ich eher mit Skepsis gegenüber. Ich denke, es sollte über Hilfen nachgedacht werden für afrikanische Frauen, die ihre Töchter nicht beschneiden lassen wollen. Drohende Beschneidung im Heimatland sollte ein Grund für Asylgewährung in Deutschland sein.
Über Entwicklungshilfe sollten nur noch afrikanische Länder gefördert werden, in denen Frauen nicht mehr beschnitten sein müssen, um sozial anerkannt zu sein.
Dr. Constanze Loeffler-Hofmann, Pro Familia München, Türkenstraße 103/I, 80779 München
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