ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2000Krankenkassen: Ursachen beheben

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Krankenkassen: Ursachen beheben

Dtsch Arztebl 2000; 97(44): A-2925 / B-2500 / C-2323

Sarkar, M. R.

Zu der Meldung „Richtlinie gegen Fehlbelegung“ in Heft 40/2000:
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LNSLNS Sie berichten, dass der MDK im Auftrag des MDS Daten sammeln soll über den Umfang der Fehlbelegung von Klinikbetten mit Pflegefällen. Jedem, der in einer deutschen Klinik arbeitet, ist bekannt, dass es solche Fehlbelegungen gibt. Anstatt neue Statistiken über dieses Phänomen zu erstellen, sollten deshalb vorrangig seine Ursachen angegangen werden.
Einen pflegebedürftigen Menschen kann man nicht einfach vor die Tür weisen, wenn die stationär zu erbringende Behandlung beendet ist. Voraussetzung für seine Entlassung ist vielmehr, dass seine weitere Versorgung entweder zu Hause oder in einer entsprechenden Einrichtung sichergestellt ist – und daran hapert es viel zu oft. Mit großen Mühen aller Beteiligten wird zwar meist nach einigen Tagen eine Lösung gefunden, aber in der Zwischenzeit belegt der Kranke ein (natürlich zu teures) Bett im Krankenhaus. Gefragt sind ausreichend dimensionierte Auffangstrukturen wie geriatrische Zentren oder Übergangspflegeplätze, die auch nachts oder am Wochenende aufnahmebereit sind. Manche stationäre Aufnahme ließe sich dann gänzlich vermeiden.
Dr. med. M. R. Sarkar, Universitätsklinikum Ulm, 89070 Ulm
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