ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2000Psychotherapie: Krude Gedankengänge

BRIEFE

Psychotherapie: Krude Gedankengänge

Dtsch Arztebl 2000; 97(44): A-2927

Rasch, Georg

Zu dem Leserbrief „Kein stichhaltiger Wirksamkeitsnachweis“ von Dr. med. Friedrich Weinberger in Heft 41/2000:
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Nun veröffentlichen Sie schon den dritten Leserbrief von Kollegen Weinberger und geben ihm damit ein Forum, seine kruden Gedankengänge zu publizieren. Seine Argumentation läuft weit jenseits der notwendigen, differenzierten und konstruktiven Auseinandersetzung in der somatischen und psychotherapeutischen Medizin um Wirksamkeitsnachweis und Evaluation. Herr Kollege Weinberger hat ein Feindbild (Freud), und gegen dies kämpft er an nach der Methode, immer nur die (Oster-)Eier zu finden, die er selbst versteckt hat: Er stellt falsche Behauptungen auf, macht Unterstellungen, benutzt falsche Begriffe, missbraucht Zitate, stellt falsche Verknüpfungen her usw., um dann zwangsläufig zu seinen verquasten Schlussfolgerungen zu kommen. Auf ähnlich niedrigem Niveau bewegte sich kürzlich ein Artikel im Spiegel.
Nun könnte man ja darüber hinweggehen, da hier eine konstruktive Auseinandersetzung nicht möglich ist. Im letzten Absatz seines Leserbriefs überschreitet Herr Kollege Weinberger aber erneut und in einem besonderen Maße die Erträglichkeitsgrenze. Bei dem Thema „politische Intelligenz“ der „deutschen Ärzte“ stellt er eine Verknüpfung über Ähnlichkeit her zwischen der schlimmen Tatsache des besonders hohen Nazianteils während des Dritten Reichs in unserer Berufsgruppe und der – seiner Ansicht nach – ungerechtfertigten Anerkennung und Bezahlung einer „ungeprüften Pseudowissenschaft“ (Psychotherapie). Ich denke, hier ist jeder Kommentar überflüssig.
Die Leserbriefe von Herrn Kollegen Weinberger tragen nichts zur oben erwähnten notwendigen Diskussion bei, sie schüren nur destruktive Aggressionen und Vorurteile und geben unfreiwillig Einblicke in die Person des Leserbriefschreibers.
Dr. med. Georg Rasch, Eburonenstraße 13, 50678 Köln
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema