ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/1996Qualitätszirkel: Richtiger Ansatz

SPEKTRUM: Leserbriefe

Qualitätszirkel: Richtiger Ansatz

May, Wolfgang

Zu dem Bericht über ein Seminar des BPI: "Chancen und Probleme von Qualitätszirkeln" von Sabine Dauth in Heft 15/1996:
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LNSLNS . . . Das in Ihrem Artikel angesprochene Belohnungs- beziehungsweise Bestrafungssystem (Qualitätszirkelteilnahme statt Regreß, Pauschalhonorar für die Teilnahme am Qualitätszirkel) empfinde ich als Ohrfeige für Moderatoren und Teilnehmer. Durch Schulmeisterverhalten wird Qualitätssicherung nicht beim Arzt und nicht beim Patienten erreicht.
Die Führung eines Qualitätszirkels wird allerdings schwierig, wenn Gesetzgeber, Kammer- und KV-Bürokratie unsere Arbeitsgrundlagen laufend aushöhlen. Beispiele hierfür sind:
l Hier in Füssen (15 000 Einwohner) kann ohne Belegbetten kein Internist die fachärztliche Versorgung wählen.
l Physikalische Medizin ist Inhalt der Weiterbildung Naturheilverfahren. Die Möglichkeit, alle diese Therapien abzurechnen, besteht für Naturheilärzte seit 1. Januar 1996 nicht mehr.
Es entsteht der Eindruck, daß es hier mehr um die Sicherung von Besitzständen einzelner Arztgruppen als um Qualitätssicherung geht . . . Für mich stellt sich die Frage, ob die Ärzteschaft diese Patienten weiter in die Arme der Heilpraktiker treiben will, oder ob versucht werden soll, Naturheilverfahren zu integrieren. Qualitätszirkel sind hier meines Erachtens der richtige Ansatz.
Dr. Wolfgang May, Am Ehberg 23, 87645 Schwangau-Horn
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