ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2000Restless-Legs-Syndrom: Die vergessene Krankheit
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Zusammenfassung
Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) gehört mit einer Prävalenz von circa zwei bis zehn Prozent zu den häufigsten und gut therapierbaren neurologischen Erkrankungen. Es ist durch einen überwiegend in Ruhesituationen auftretenden Bewegungsdrang, der üblicherweise mit Parästhesien in den Beinen einhergeht, charakterisiert. Typischerweise treten die Beschwerden verstärkt abends und in der Nacht auf und sistieren bei Bewegung. Charakteristisch sind nächtliche unwillkürliche Beinzuckungen, so genannte Periodic Limb Movements. Eine spezifische Therapie sollte erst nach differenzialdiagnostischer Abgrenzung von anderen beinbezogenen Missempfindungen (zum Beispiel Polyneuropathie) und bei deutlicher Beeinträchtigung der Lebens- beziehungsweise Schlafqualität des Patienten erfolgen. In kontrollierten Studien untersuchte Substanzen wie L-DOPA/ DDC-Hemmer in der Standard- und Retardform sowie Dopaminagonisten bieten effiziente und sichere therapeutische Möglichkeiten.

Schlüsselwörter: Restless-Legs-Syndrom, Periodic Limb Movement, L-DOPA, Dopaminagonist

Summary
Restless Legs Syndrome – an Overlooked Disease
The restless legs syndrome is one of the most common and well treatable neurological diseases with a prevalence of two to ten per cent. RLS symptoms consist of unpleasant sensations in the lower extremities that are accompanied by an urge to move. Symptoms predominantly occur at rest, are more pronounced in the evening and/or at night and are relieved by movement. Characteristically RLS patients have nocturnal periodic movements during sleep and while being awake. After differential diagnosis to distinguish paresthesias due to other diseases (e.g. peripheral neuropathy) pharmacotherapy should be started if RLS symptoms restrict the patient’s well being and if sleep disturbances are present. As shown in controlled trials standard and slow release levodopa/DDI and dopamine agonists are effective and save treatment options.

Key words: restless legs syndrome, periodic limb movement, L-dopa, dopamine agonist


Das Restless-Legs-Syndrom ist eine häufige und oft übersehene Ursache von Schlafstörungen. In polysomnographischen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass das RLS in fünf bis neun Prozent Ursache einer Insomnie ist (7, 20). Schätzungen über die Prävalenz des RLS in der Normalbevölkerung schwanken zwischen zwei und zehn Prozent (13, 22, 38), mit einer signifikanten Häufung im höheren Lebensalter (2, 10). In Deutschland leiden 9,4 Prozent der über 65-Jährigen an einem RLS, wobei Frauen deutlich häufiger betroffen sind. 40 Prozent der Fälle sind idiopathisch oder familiär bei autosomal-dominantem Vererbungsmodus (11, 46, 51). Hier können sich RLS-Beschwerden bereits im Kindes- und Jugendalter erstmalig manifestieren. Symptomatische Formen finden sich bei circa 60 Prozent der Patienten. Bei 20 bis 40 Prozent der dialyseabhängigen niereninsuffizienten Patienten besteht ein RLS (9, 32, 57). Gesichert ist auch das Auftreten von RLS in 10 bis 20 Prozent während der Schwangerschaft (13, 14, 17), bei Eisenmangel (14, 15, 28, 39) und bei rheumatoider Arthritis (33). Eine mögliche Verstärkung der RLS-Symptomatik unter einer Behandlung mit Antidepressiva (tri- und tetrazyklische Antidepressiva, Serotoninwiederaufnahmehemmer, Lithium) und am Dopamin-D2-Rezeptor antagonistisch wirkenden Neuroleptika oder Metoclopramid ist bekannt (30, 49, 51).
Klinische Symptomatik
Das Leitsymptom des RLS ist ein unangenehmer Bewegungsdrang der Extremitäten, der ausschließlich oder überwiegend in Ruhe und Entspannung vor allem am Abend und in der Nacht, mit einem Maximum kurz nach Mitternacht, auftritt. Damit verbunden sind sensible Symptome wie Kribbelparästhesien, Ziehen, Reißen, Stechen, Schmerzen oder vom Patienten nicht näher zu beschreibende Missempfindungen, die unilateral alternierend oder symmetrisch auftreten. Durch Bewegen der Beine oder Lagewechsel im Bett können die Beschwerden etwas reduziert werden. Meist ist es jedoch notwendig aufzustehen und umherzugehen, um ein Sistieren oder eine deutliche Linderung der Beschwerden zu erzielen. Ein Teil der Patienten berichtet über das Auftreten von Zuckungen der Beine. Neben Einschlafstörungen, verursacht durch RLS-Symptome, treten bei vielen Patienten Durchschlafstörungen mit häufigem Erwachen auf. In den nächtlichen Wachphasen stehen die Patienten auf und gehen umher beziehungsweise versuchen durch Wechselduschen, Massagen oder Gymnastikübungen der Beine die Beschwerden zu lindern. Das primäre oder idiopathische Restless-Legs-Syndrom unterscheidet sich in seiner klinischen Symptomatik nicht vom sekundären RLS (22). Der neurologische Untersuchungsbefund bei idiopathischen RLS-Patienten ist unauffällig. Bei symptomatischem RLS kann, vor allem bei niereninsuffizienten Patienten, gleichzeitig eine Polyneuropathie vorliegen, die jedoch die Beschwerden nicht hinreichend erklärt. Der Verlauf der Erkrankung ist in aller Regel chronisch progredient, mit initial intermittierendem Auftreten der Beschwerden. Beschwerdefreie Intervalle werden zunehmend seltener und die nächtliche RLS-Symptomatik tritt häufiger und intensiver auf (Textkasten 1) (55). Typische Situationen in denen RLS-Beschwerden auftreten sind im Textkasten 2 beschrieben.
Pathophysiologie
Aufgrund beobachteter pharmakologischer Wirkungen wird pathophysiologisch eine Störung auf der Transmitter- beziehungsweise Rezeptorebene des zentralen Nervensystems, insbesondere des dopaminergen oder opioidergen Systems, vermutet (2, 25, 27, 54). Hinsichtlich der lokalisatorischen Zuordnung zeigen funktionelle Kernspinuntersuchungen an Patienten mit RLS eine Aktivierung des Cerebellums und Thalamus während Phasen rein sensibler Symptome beziehungsweise des Nucleus ruber und Hirnstamms während Phasen motorischer Aktivität (PLM) (6). Die Basalganglien scheinen bei der Entstehung des RLS keine wesentliche Rolle zu spielen (48). Eine kortikale Beteiligung wurde bisher nicht angenommen, da elektrophysiologisch kein PLM-assoziiertes Bereitschaftspotenzial auftritt (43). Kürzlich konnte jedoch durch transkranielle Magnetstimulationsuntersuchungen eine verminderte Inhibition des motorischen Systems auf der Ebene des Motorkortex nachgewiesen werden (16, 41). Das Rekrutierungsmuster, die Dauer und Periodizität elektromyographisch erhobener Potenziale lassen auch einen spinalen Ursprung vermuten (44).
Diagnostik
Die Diagnostik umfasst die Anamnese und eine neurologisch-internistische Untersuchung. Es sollten Laborparameter (Nierenfunktion, Blutbild, Serumeisen und Ferritin) bestimmt und bei Verdacht auf eine Polyneuropathie eine Neurographie und Elektromyographie erfolgen. Lässt sich klinisch-anamnestisch die Diagnose RLS nicht sicher stellen, ist eine Polysomnographie (PSG) indiziert. Diese Untersuchung dient auch dazu, andere spezifische Schlafstörungen, vor allem schlafbezogene Atmungsstörungen, auszuschließen. Typischerweise lassen sich bei RLS-Patienten periodische Beinbewegungen im Wachen und Schlaf (Periodic Limb Movements, PLM) durch Oberflächen-EMG-Ableitungen an den Mm. tibiales anteriores registrieren (Grafik 1). PLM führen vermehrt zu kurzzeitigen Weck- oder Aufwachreaktionen (PLM-Arousal oder Awakening) (Grafik 2), sodass die Einschlafzeit verlängert, die Gesamtschlafzeit verkürzt und somit die Schlafeffizienz (Gesamtschlafzeit bezogen auf die im Bett verbrachte Zeit) reduziert ist. Die Anzahl an PLM beziehungsweise assoziierten Weckreaktionen kann als Indikator für den Schweregrad eines RLS dienen. Zur Beurteilung werden hierfür der PLM-Index (Anzahl an PLM bezogen auf die im Bett verbrachte Zeit) und der PLM-Arousal-Index (Anzahl an PLM-Arousal pro Gesamtschlafzeit) herangezogen. Differenzialdiagnostisch sollte vor allem eine Polyneuropathie abgegrenzt werden. Dabei gilt die ungenügende Beschwerdebesserung durch Bewegung als wichtigstes Unterscheidungsmerkmal. Eine seltene Differenzialdiagnose ist das „painful legs and moving toes”-Syndrom, das durch ziehende Schmerzen der Beine und unwillkürliche Bewegungen ausschließlich der Zehen charakterisiert ist. Weitere Differenzialdiagnosen werden im Textkasten 3 erläutert (45).
Therapie
Die Indikation zur Therapie stellt sich aus dem subjektiven Leidensdruck beziehungsweise dem Ausmaß der Schlafstörungen. Vor Beginn einer medikamentösen Therapie sollte geklärt werden, ob der Patient Medikamente einnimmt, die ein RLS verstärken oder auslösen können. Bei symptomatischem RLS steht die Behandlung der Grunderkrankung an erster Stelle, hier vor allem eine Eisensubstitution bei Eisenmangelanämie. Beim urämischen RLS ist die Nierentransplantation die Therapie der Wahl, da RLS-Beschwerden nach einer erfolgreichen Nierentransplantation sistieren. Ist die Möglichkeit einer kausalen Therapie nicht gegeben, sollte eine Pharmakotherapie eingeleitet werden. Dopaminergika stehen an erster Stelle der symptomatischen medikamentösen RLS-Therapie. Kontrolliert beziehungsweise ausreichend geprüfte Substanzen wie L-DOPA in der Standard- und Retardform und Dopaminagonisten wie Pergolid bieten effektive therapeutische Möglichkeiten. Noch in diesem Jahr wird mit einem L-DOPA/Benserazid-Präparat Restex erstmalig in Deutschland ein Medikament für die Behandlung des RLS zugelassen. Dopaminagonisten stehen derzeit noch in der klinischen Prüfung. Die Entscheidung, durch welches Präparat, als Einzel- oder Mehrfachgabe beziehungsweise in Kombinationstherapie, eine adäquate Wirkung erzielt werden kann, ist vom Schweregrad der Erkrankung, dem Zeitpunkt im Tagesverlauf des Auftretens der Symptomatik, der Dauer der Symptomatik und damit der erforderlichen Wirkdauer des Medikaments sowie von der Erfahrung des behandelnden Arztes abhängig. Der Einnahmezeitpunkt variiert je nach tageszeitlichem Auftreten der Beschwerden und Wirkungseintritt des Medikaments. Angesichts des initial meist fluktuierenden Auftretens und dann chronisch progredienten Verlaufs, sind häufig individuelle Therapieanpassungen notwendig (Textkasten 4).
Levodopa
L-DOPA (plus Dopadecarboxylasehemmer) ist mit einer Therapieerfahrung über acht bis zehn Jahre und mehreren placebokontrollierten Studien derzeit die am besten geprüfte Wirksubstanz (2, 5, 8, 47). Mit 100 bis 200 mg nicht retardiertem zum Beispiel L-DOPA/Benserazid eine Stunde vor dem Schlafengehen kann eine signifikante Abnahme der RLS-Beschwerden insbesondere in der ersten Nachthälfte sowie eine Verbesserung der subjektiven und objektiven Schlafqualität bei idiopathischen und urämischen RLS-Patienten erzielt werden (47). Da die Wirkdauer von L-DOPA als Standardpräparat nur circa vier bis fünf Stunden beträgt, ist in der zweiten Nachthälfte häufig keine ausreichende Wirkung zu erzielen. Sollte diese erforderlich sein, ist die kombinierte abendliche Gabe von L-DOPA als Standard- (100 bis 200 mg) mit einem Retardpräparat (100 bis 200 mg) möglich. Die Überlegenheit der Kombinationstherapie konnte bei RLS-Patienten, die durch alleinige Einnahme von L-DOPA-Standard in der zweiten Nachthälfte nicht beschwerdefrei wurden, kontrolliert gezeigt werden (8). Im Einzelfall kann
L-DOPA zusätzlich tagsüber in niedriger Dosierung verordnet werden. Durch die Einnahme von L-DOPA als lösliche Tablette kann der Wirkungseintritt nach unseren Erfahrungen um circa 50 Prozent beschleunigt werden. L-DOPA sollte zu Beginn niedrig dosiert werden und kann bei Bedarf langsam gesteigert werden. Schwerwiegende Nebenwirkungen traten unter L-DOPA sowohl bei idiopathischen als auch bei urämischen RLS-Patienten auch bei Langzeitbehandlung bisher nicht auf (3, 18, 37). Dyskinesien oder das Auftreten psychotischer Symptome – bekannte Nebenwirkungen der L-DOPA-Therapie bei Patienten mit Morbus Parkinson im Spätstadium – wurden bei RLS-Patienten nicht beobachtet. Das Auftreten von Augmentation oder Time Shifting – eine Zunahme beziehungsweise Verschiebung der RLS-Symptomatik tagsüber nach Beginn einer abendlichen dopaminergen Therapie – wird bei manchen RLS-Patienten beobachtet und kann einen limitierenden Faktor in der Therapie des RLS darstellen. Möglicherweise ist dieses Phänomen dosisabhängig. Eine Maximaldosis von 400 mg L-DOPA sollte daher nicht überschritten werden. Gegebenenfalls sollte die Therapie dann – unter gleichzeitiger Dosisreduktion von L-DOPA – auf einen Dopaminagonisten umgestellt werden. Besondere Vortei-
le der L-DOPA-Therapie stellen der schnelle Wirkungseintritt und die gute Steuerbarkeit dar. !
Dopaminagonisten
Bromocriptin (Halbwertszeit drei bis acht Stunden) zeigte sich als erster Dopaminagonist in einer Studie mit sechs RLS-Patienten als effektiv und gut verträglich (52). Durch den Dopaminagonisten Pergolid kann aufgrund der längeren Halbwertszeit von 7 bis 16 Stunden eine kontinuierliche Wirkung für die gesamte Dauer der Nacht erzielt werden, wie in einer placebokontrollierten Monotherapie-Studie mit 28 idiopathischen RLS-Patienten gezeigt wurde. Bei einer mittleren Dosis von 0,5 mg (0,25 bis
0,75 mg) konnte eine wesentliche Verbesserung der RLS-Symptomatik sowie eine signifikante Reduktion der PLM und assoziierter Weckreaktionen und folglich eine wesentliche Verlängerung der Schlafdauer erzielt werden (56). Bei RLS-Patienten, die unter L-DOPA Augmentationsphänomene zeigten, konnten wir mit einer mittleren Dosis von 0,4 mg (0,1 bis 1,25 mg) Pergolid neben einer Verbesserung der nächtlichen RLS-Symptomatik ein Sistieren der Tagesbeschwerden beobachten (58). Um periphere dopaminerge Nebenwirkungen wie arterielle Hypotonie, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen zu vermeiden, sollte unbedingt eine langsame Dosissteigerung (beginnend mit 0,05 mg) erfolgen und zumindest initial Domperidon komediziert werden. Pergolid sollte bei späterem Wirkungseintritt circa zwei Stunden vor Einsetzen der RLS-Beschwerden eingenommen werden. In einer offenen, polysomnographischen Studie (n = 9) konnte die gute Wirksamkeit von Cabergolin auf die RLS-Symptomatik und das Schlafverhalten insbesondere bei RLS-Patienten, die unter L-DOPA-Therapie eine Augmentation entwickelten, gezeigt werden. Cabergolin besitzt unter den Dopaminagonisten die längste Halbwertszeit von circa 65 Stunden, sodass dadurch auch bei schwer Betroffenen über 24 Stunden eine Beschwerdefreiheit beziehungsweise eine deutliche Beschwerdereduktion erzielt werden kann (6). Erste Erfahrungen mit den Non-Ergot-Dopaminagonisten Ropinirol (offene Studie, n = 16) (29) und Pramipexol (placebokontrolliert, n = 10; offene Studie n=18) (26) (35) zei-
gen ebenfalls eine gute Wirksamkeit, bei geringem Nebenwirkungsprofil. Dies konnte auch in offenen Studien mit den beiden Ergot-Dopaminagonisten Lisurid (n=13) (12) und a-Dihydroergotamin (n=16) (42) nachgewiesen werden.
Opioide
Bei unzureichendem Ansprechen auf Dopaminergika können Opioide im Einzelfall eingesetzt werden. Eine placebokontrollierte Studie mit zwei- bis dreimaliger nächtlicher Gabe von 25 mg Oxycodon belegte eine signifikante Besserung der RLS-Symptomatik und der Schlafstörungen (53). In einer offenen Studie berichteten sieben von zwölf Patienten eine komplette oder annähernde Beschwerdefreiheit durch die Einnahme von 50 bis 150 mg Tramadol (21).
Andere Substanzen
Durch Carbamazepin in Dosierungen von 200 bis 500 mg kann bei zwei Drittel der Patienten eine Verbesserung der RLS-Beschwerden und des Schlafs erzielt werden (40, 59). In offenen Therapiestudien zeigte das Antikonvulsivum Gabapentin bei allen 16 behandelten RLS-Patienten eine 50- bis 100-prozentige Besserung der RLS-Symptomatik (23) beziehungsweise eine Beschwerdelinderung bei 50 Prozent der acht Studienpatienten (1). In einer offenen Studie mit zehn Patienten, die an PLM-bedingten Schlafstörungen litten und zum Teil zusätzlich ein leicht ausgeprägtes RLS aufwiesen, besserte die abendliche Gabe von 12,4 mmol Magnesium die Symptomatik (19). Benzodiazepine beeinflussen die RLS-Symptomatik und das Schlafverhalten positiv, scheinen jedoch keine spezifische Wirkung auf das Auftreten von PLM zu haben (4, 24, 31), sodass sie derzeit nicht zur Therapie der engeren Wahl gehören. Sollten Patienten unter einer dopaminergen Therapie über vermehrte Wachheit und Einschlafstörungen klagen, obwohl eine Besserung ihrer RLS-Symptomatik eintritt, kann eine vorübergehende Kombination mit einem Benzodiazepin oder mit pharmakologisch ähnlichen Substanzen (zum Beispiel Zolpidem) hilfreich sein. Clonidin, welches in einer kontrollierten Studie eine Reduktion der RLS-Beschwerden, ohne wesentliche Verbesserung schlafpolygraphischer Parameter bewirkte, ist als alternative Therapieform derzeit ebenfalls nicht zu empfehlen (50).
Unwirksame Substanzen
Die Wirksamkeit folgender Substanzen, die teilweise zur Behandlung des RLS eingesetzt wurden, konnte bisher durch Studien nicht belegt werden: Zink, Vitamin B1, Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin E, Dextran, Propranolol. Praktische Therapieempfehlungen sind im Textkasten 4 und in der Grafik 3 aufgezeigt. Eine individuelle Therapieanpassung ist in jedem Fall bei einer Dauertherapie intermittierend erforderlich. Empirisch zeigt sich, dass ein Wechsel der Substanzen oft noch eine Verbesserung des Therapieeffekts bewirkt. Therapiepausen sind bei mittlerem bis schwerem RLS zwar erwünscht, jedoch wegen der ausgeprägten Symptomatik vom Patienten meist nicht mehr zu tolerieren.
Betroffene haben sich zu einer Selbsthilfegruppe zusammengeschlossen. Informationsmaterial ist gegen Einsendung von 3 DM in Briefmarken unter folgender Adresse erhältlich: Restless Legs RLS e.V., Schillerstraße 3a, 80336 München, Telefon: 089/55028880, Fax: 089/55028881
zZitierweise dieses Beitrags:
Dt Ärztebl 2000; 97: A 2932–2940 [Heft 44]

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis, das über den Sonderdruck beim Verfasser und über das Internet (www.aerzteblatt.de) erhältlich ist.

Anschrift für die Verfasser:
Dr. med. Karin Stiasny
Klinik und Poliklinik für Neurologie
Philipps-Universität Marburg
Rudolf-Bultmann-Straße 8, 35033 Marburg
E-Mail: stiasny@mailer.uni-marburg.de


1 Klinik und Poliklinik für Neurologie (Direktor: Prof. Dr. med. Wolfgang H. Oertel), Philipps-Universität, Marburg
2 Max-Planck Institut für Psychiatrie (Direktor: Prof. Dr. Dr. Florian Holsboer), München



Diagnosekriterien des RLS (modifiziert nach 23)
Klinische/anamnestische Minimalkriterien
- Bewegungsdrang, üblicherweise assoziiert mit sensiblen Symptomen
(Missempfindungen in den Extremitäten [ein- oder beidseitig] wie Kribbeln, Ziehen, Reißen, Jucken, Brennen, Krämpfe oder Schmerzen)
Motorische Unruhe
(Ruhelosigkeit, Dehnen oder Bewegen der Beine, Umhergehen, Drehen und Wenden im Bett, Reiben oder Massieren der Beine)
Auftreten oder Verstärkung der Symptome in Ruhe
(Bewegung reduziert die Beschwerden vorübergehend)
Verstärkung der Symptomatik gegen Abend oder Nacht
Zusätzliche, ergänzende Kriterien
Schlafstörungen
(Ein- und/oder Durchschlafstörungen, Tagesmüdigkeit, Erschöpfung)
Unwillkürliche Bewegungen
(Periodische Beinbewegungen im Schlaf/Wachzustand in Ruhe [ein- oder beidseitig])
- Klinischer Verlauf
(initial meist fluktuierend, im Verlauf kontinuierlich oder progredient
Exazerbationen/Auftreten durch: Niereninsuffizienz, Eisenmangel, Schwangerschaft, Medikamente)
- Eventuell positive Familienanamnese (autosomal-dominante Vererbung)



Typische Situationen, in denen
RLS-Symptome bemerkt werden
- Ruhiges Liegen oder Sitzen
- Längere Autofahrten oder Busreisen
- Langstreckenflüge
- Bettlägrigkeit bei Kranken­haus­auf­enthalten
- Gipsverband
- Kino- oder Theaterbesuche
- Fernsehen
- Entspannungsübungen
- Dialysebehandlung
- Schwangerschaft


Die typischerweise bei RLS-Patienten auftretenden periodischen Beinbewegungen (Periodic Limb Movement, PLM) haben definitionsgemäß eine Dauer von 0,5 bis 5 sec und treten in Serien von vier Einzelbewegungen im Abstand von 5 bis 90 sec auf (Kriterien der American Sleep Disorders Association, ASDA).


Ausschnitt einer polysomnographischen Ableitung eines Patienten mit Restless-Legs-Syndrom. Charakteristisch sind die periodischen Oberflächen-EMG-Aktivierungen (Periodic Limb Movement, PLM), in diesem Ausschnitt vornehmlich des rechten M. tibialis anterior (Kanal 8: rechter M. tibialis anterior; Kanal 9: linker M. tibialis anterior). Nach der vierten Bewegung führen die PLM zum Erwachen des Patienten. Zu beachten ist der in diesem Fall ungewöhnlich kurze Abstand von 10 bis 15 sec zwischen den einzelnen Bewegungen. Kanäle 1–2: Registrierung der Augenbewegungen; Kanäle 3–6 und 14: EEG-Ableitungen (C4-A1, C3-A2, O2-A1, C3-C4); Kanal 7: Oberflächen-EMG der Kinnregion; Kanäle 10–11 nasale beziehungsweise thorakale Atemexkursionen; Kanal 13: EKG. Der Kanal 12 ist nicht belegt.



Differenzialdiagnosen des Restless-Legs-Syndroms
- Polyneuropathie
- Radikulopathien
- Kompressionssyndrome peripherer Nerven
- Spinale Prozesse
- Nächtliche Wadenkrämpfe
- Syndrom der schmerzhaften Muskelfaszikulationen nach körperlicher Aktivität
- Periphere Durchblutungsstörungen
- Chronisch venöse Insuffizienz
- Einschlafmyoklonien
- Akathisie



Praktische Therapieempfehlungen
Wann therapieren?
- Bei starkem Leidensdruck des Patienten
- Bei schweren Schlafstörungen
- Wenn Tagesmüdigkeit etwa die berufliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt
Wie therapieren?
- Zunächst eine Testdosis L-DOPA/Dopadecarboxylasehemmer (100/25 mg) um ein Ansprechen zu prüfen
- Bei Einschlafstörungen: ½ bis 1 Tablette L-DOPA/ DDI (100/25 mg) etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen, maximal 2 Tabletten
- Bei Durchschlafstörungen: zusätzlich zur Abenddosis 1 bis 2 Tabletten/Kapseln retardiertes L-DOPA/DDI
- Bei Beschwerden tagsüber, beispielsweise während der Dialyse: 1 Tablette schnell anflutendes L-DOPA/DDI eine halbe Stunde vor Dialysebeginn
- In schweren Fällen oder Augmentation unter L-DOPA oder bei Überschreiten der täglichen L-DOPA- Maximaldosis von 400 mg Kombination mit oder Umstellung auf einen Dopaminagonisten (einschleichend dosieren)
 1. Adler CH: Treatment of restless legs syndrome with gabapentin. Clin Neuropharmacol 1997; 20 (2): 148–151.
 2. Akpinar S: Restless legs syndrome treatment with dopaminergic drugs. Clin Neuropharmacol 1987; 10 (1): 69–79.
 3. Becker PM, Jamieson AO, Brown WD: Dopaminergic agents in restless legs syndrome and periodic limb movements of sleep: response and complications of extended treatment in 49 cases. Sleep 1993; 16 (8): 713–716.
 4. Braude W, Barnes T: Clonazepam: effective treatment for restless legs syndrome in uraemia [letter]. Br Med J (Clin Res Ed) 1982; 284 (6314): 510.
 5. Brodeur C, Montplaisir J, Godbout R, Marinier R: Treatment of restless legs syndrome and periodic movements during sleep with L-dopa: a double-blind, controlled study. Neurology 1988; 38 (12): 1845–1848.
 6. Bucher SF, Seelos KC, Oertel WH, Reiser M, Trenkwalder C: Cerebral generators involved in the pathogenesis of the restless legs syndrome. Ann Neurol 1997; 41 (5): 639–645.
 7. Coleman RM, Pollak C, Weitzmann ED: Periodic movements in sleep (nocturnal myoclonus): relation to sleep-wake disorders. Ann Neurol 1980; 8: 416–421.
 8. Collado-Seidel V, Kazenwadel J, Wetter TC, Kohnen R, Winkelmann J, Selzer R, et al.: A controlled study of additional SR-L-dopa in L-dopa responsive RLS with late night symptoms. Neurology 1999; 52: 285–290.
 9. Collado-Seidel V, Kohnen R, Samtleben W, Hillebrand GF, Oertel WH, Trenkwalder C: Clinical and biochemical findings in uremic patients with and without restless legs syndrome. Am J Kidney Dis 1998; 31 (2): 324–328.
10. Cybulska E, Rucinski J: Restless legs syndrome. Br J Hosp Med 1985; 34 (6): 370–371.
11. Danek A, Pollmächer T: Restless legs syndrome. Clinical aspects, differential diagnosis, therapeutic approaches. Nervenarzt 1990; 61 (2): 69–76.
12. Deißler A, Benes H, Clarenbach P, Rodenbeck A, Hajak G: Lisurid in der Therapie des Restless Legs Syndroms. Somnologie 1998; 2 (Suppl.1).
13. Ekbom KA: Restless legs syndrome. Acta Med Scand 1945; 158:4–122 (Suppl).
14. Ekbom KA: Restless legs syndrome. Neurology 1960; 10: 868–873.
15. Ekbom KA: Restless legs. In: Vinken PJ, Bruyn GW (eds.): Handbook of clinical neurology. Amsterdam, New York: North Holland Publishing Company; 1970, 311–320.
16. Entezari-Taher M, Singleton JR, Jones CR, Meekins G, Petajan JH, Smith AG: Changes in excitability of motor cortical circuitry in primary restless legs syndrome. Neurology 1999; 53 (6): 1201–1205.
17. Goodman JD, Brodie C, Ayida GA: Restless leg syndrome in pregnancy. Br Med J 1988; 297 (6656): 1101–1102.
18. Guilleminault C, Cetel M, Philip P: Dopaminergic treatment of restless legs and rebound phenomenon. Neurology 1993; 43 (2): 445.
19. Hornyak M, Vorderholzer U, Hohagen F, Berger M, Riemann D: Magnesium therapy for periodic leg movements-related insomnia and restless legs syndrome: an open pilot study. Sleep 1998; 21 (5): 501–505.
20. Kales A, Bixler EO, Soldatos CR, Vela-Bueno A, Caldwell AB, Cadieux RJ: Biopsychobehavioral correlates of insomnia, part 1. Role of sleep apnea and nocturnal myoclonus. Psychosomatics 1982; 23: 589–596.
21. Lauerma H, Markkula J: Treatment of restless legs syndrome with tramadol: an open study. J Clin Psychiatry 1999; 60 (4):241–244.
22. Lavigne GJ, Montplaisir JY: Restless legs syndrome and sleep bruxism: prevalence and association among Canadians. Sleep 1994; 17 (8): 739–743.
23. Mellick GA, Mellick LB: Management of restless legs syndrome with gabapentin (Neurontin). Sleep 1996; 19 (3): 224–226.
24. Montagna P, Sassoli de Bianchi L, Zucconi M, Cirignotta F, Lugaresi E: Clonazepam and vibration in restless legs syndrome. Acta Neurol Scand 1984; 69 (6): 428–430.
25. Montplaisir J, Lorrain D, Godbout R: Restless legs syndrome and periodic leg movements in sleep: the primary role of dopaminergic mechanism. Eur Neurol 1991; 31 (1): 41–43.
26. Montplaisir J, Nicolas A, Denesle R, Gomez-Mancilla B: Restless legs syndrome improved by pramipexole: a double-blind randomized trial. Neurology 1999; 52 (5): 938–943.
27. Oertel W, Stiasny K: Treatment of restless legs syndrome. Neurology – Reviews International 1997; 1 (3): 4–9.
28. O'Keeffe ST, Gavin K, Lavan JN: Iron status and restless legs syndrome in the elderly. Age Ageing 1994; 23 (3): 200–203.
29. Ondo W: Ropinirole for restless legs syndrome. Mov Disord 1999; 14 (1): 138–140.
30. Paik IH, Lee C, Choi BM, Chae YL, Kim CE: Mianserin-induced restless legs syndrome. Br J Psychiatry 1989;155:415–7.
31. Read DJ, Feest TG, Nassim MA: Clonazepam: effective treatment for restless legs syndrome in uraemia. Br Med J (Clin Res Ed) 1981; 283 (6296): 885–886.
32. Roger SD, Harris DCH, Stewart JH: Possible relation between restless legs and anemia in renal dialysis patients. Lancet 1991; 337: 1551.
33. Salih AM, Gray RE, Mills KR, Webley M: A clinical, serological and neurophysiological study of restless legs syndrome in rheumatoid arthritis. Br J Rheumatol 1994; 33 (1): 60–63.
34. Stautner A, Stiasny K, Collado-Seidel V, Bucher SF, Oertel WH, Trenkwalder C: Comparison of idiopathic and uremic restless legs syndrome: results of a database of 134 patients. Mov Dis 1996; 11: 98.
35. Stiasny K, Oertel WH: Restless Legs Syndrom (RLS) – Erfolgreiche Behandlung mit Pramipexol. Somnologie 1999; 3 (Suppl. 1): 18.
36. Stiasny K, Roebbecke J, Schüler P, Oertel WH: Treatment of restless legs syndrome (RLS) with cabergoline. Sleep 2000; 23 (3): 349–354.
37. Stiasny K, Trenkwalder C, Pollmächer T, et al.: Follow-up of effective L-DOPA therapy in idiopathic and uremic restless legs syndrome. Symposium on Sleep-Wake-Disorders – Abstractbook 1996: 30.
38. Strang RR: The symptoms of RLS. Med J Aust 1967; 1: 1211.
39. Sun ER, Chen CA, Ho G, Earley CJ, Allen RP: Iron and the restless legs syndrome. Sleep 1998; 21 (4): 371–377.
40. Telstad W, Sorensen O, Larsen S, Lillevold PE, Stensrud P, Nyberg-Hansen R: Treatment of the restless legs syndrome with carbamazepine: a double blind study. Br Med J (Clin Res Ed) 1984; 288 (6415): 444–446.
41. Tergau F, Wischer S, Paulus W: Motor system excitability in patients with restless legs syndrome. Neurology 1999; 52: 1060–1063.
42. Tergau F, Wischer S, Wolf C, Paulus W: Treatment of restless legs syndrome with a-dihydroergocriptine. Mov Disord 1998; 13 (Suppl. 2): 292.
43. Trenkwalder C, Bucher SF, Oertel WH, Proeckl D, Plendl H, Paulus W: Bereitschaftspotential in idiopathic and symptomatic restless legs syndrome. Electroencephalogr Clin Neurophysiol 1993; 89 (2): 95–103.
44. Trenkwalder C, Bucher SF, Oertel WH: Electrophysiological pattern of involuntary limb movements in the restless legs syndrome. Muscle Nerve 1996; 19 (2): 155–162.
45. Trenkwalder C, Oertel WH: Restless Legs Syndrom und Akathisie. In: Möller H-J, Przuntek H, eds: Therapie im Grenzgebiet von Neurologie und Psychiatrie. Berlin, Heidelberg, New York: Springer 1993: 38–47.
46. Trenkwalder C, Seidel VC, Gasser T, Oertel WH: Clinical symptoms and possible anticipation in a large kindred of familial restless legs syndrome. Mov Disord 1996; 11 (4): 389–394.
47. Trenkwalder C, Stiasny K, Pollmächer T, Wetter TC, Schwarz J, Kohnen R, et al.: L-dopa therapy of uremic and idiopathic restless legs syndrome: a double-blind, crossover trial. Sleep 1995; 18 (8): 681–688.
48. Trenkwalder C, Walters AS, Hening WA, Chokroverty S, Antonini A, Dhawan V et al.: Positron emission tomographic studies in restless legs syndrome. Mov Disord 1999; 14 (1): 141–145.
49. Voderholzer U, Hornyak M: Urämische und andere Restless Legs Syndrome. Psycho 1998; 24: 282–292.
50. Wagner ML, Walters AS, Coleman RG, Hening WA, Grasing K, Chokroverty S: Randomized, double-blind, placebo-controlled study of clonidine in restless legs syndrome. Sleep 1996; 19 (1): 52–58.
51. Walters AS, Hening W: Clinical presentation and neuropharmacology of restless legs syndrome. Clin Neuropharmacol 1987; 10 (3): 225–237.
52. Walters AS, Hening WA, Kavey N, Chokroverty S, Gidro-Frank S: A double-blind randomized crossover trial of bromocriptine and placebo in restless legs syndrome. Ann Neurol 1988; 24 (3): 455–458.
53. Walters AS, Wagner ML, Hening WA, Grasing K, Mills R, Chokroverty S et al.: Successful treatment of the idiopathic restless legs syndrome in a randomized double-blind trial of oxycodone versus placebo. Sleep 1993; 16 (4): 327–332.
54. Walters AS: Periodic limb movements. 2 ed. La Jolla, CA: Arbor Publishing 1995.
55. Walters AS: Toward a better definition of the restless legs syndrome. The international restless legs syndrome study group. Mov Disord 1995; 10 (5): 634–642.
56. Wetter TC, Stiasny K, Winkelmann J, Buhlinger A, Brandenburg U, Penzel T et al.: A randomized controlled study of pergolide in patients with restless legs syndrome. Neurology 1999; 52: 944–950.
57. Winkelman JW, Chertow GM, Lazarus JM: Restless legs syndrome in end-stage renal disease. Am J Kidney Dis 1996; 28 (3): 372–378.
58. Winkelmann J, Wetter TC, Stiasny K, Oertel WH, Trenkwalder C: Treatment of restless legs syndrome with pergolide – an open clinical trial. Mov Disord 1998; 13 (3): 566–569.
59. Zucconi M, Coccagna G, Petronelli R, Gerardi R, Mondini S, Cirignotta F: Nocturnal myoclonus in restless legs syndrome effect of carbamazepine treatment. Funct Neurol 1989; 4 (3): 263–271.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Der klinische Schnappschuss

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote