ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2000Transdermales Testosteron bei ovarektomierten Frauen

MEDIZIN: Referiert

Transdermales Testosteron bei ovarektomierten Frauen

Dtsch Arztebl 2000; 97(44): A-2940 / B-2510 / C-2330

gro

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LNSLNS Jan L. Shifren et al. konnten anhand einer placebokontrollierten Doppelblindstudie beweisen, dass schon physiologische Mengen von Testosteron (150–300 µg), das transdermal mithilfe eines Pflasters verabreicht wurde, zusammen mit oralem, konjugiertem Pferde-Östrogen genügen, um bei ovarektomierten Frauen einen deutlichen Anstieg der Häufigkeit von Geschlechtsverkehr, sexuellen Phantasien und Masturbation hervorzurufen. Auch das psychische Wohlbefinden und depressive Verstimmungen konnten nachweislich gebessert werden.
Frauen nach einer Ovarektomie werden in der Regel nur mit Östrogen substituiert. Diese Therapie allein kann nicht verhindern, dass die betroffenen Frauen ein reduziertes Geschlechtsleben beklagen. In früheren Versuchen konnte gezeigt werden, dass mithilfe von zusätzlichen Testosterongaben (hochdosierte i.m. Injektionen oder Hormonimplantate) der ovarielle Ausfall der körpereigenen Testosteronproduktion kompensiert werden kann. Durch eine physiologische Testosterondosis lassen sich nun auch unerwünschte Wirkungen des Hormons wie Hirsutismus und Akne vermeiden und damit Frauen nach chirurgisch induzierter Menopause wirkungsvoll therapieren. gro

Jan L Shifren et al.: Transdermal testosterone treatment in women with impaired sexual function after oophorectomy. N Engl J Med 2000; 343: 682–688.

Dr. Jan L. Shifren, Department of Obstetrics and Gynecology, Massachusetts General Hospital, Boston, USA.

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