ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2000Reflux: Frühzeitige Schmerzlinderung mit Pantoprazol

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Reflux: Frühzeitige Schmerzlinderung mit Pantoprazol

Dtsch Arztebl 2000; 97(44): A-2961 / B-2384 / C-2145

Leinmüller, Renate

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LNSLNS Weder über kurz noch über lang ist für die Therapie säurebedingter Magen-Darm-Erkrankungen eine vergleichbare Entwicklung in Sicht wie die Einführung der Protonenpumpenhemmer (PPI) vor wenigen Jahren. Um reversible PPIs, die den Kanal nicht zerstören und nur im Bedarfsfall eingenommen werden sollten, ist es nach Angaben von Prof. Winfried Beil (Hannover) „wieder still geworden“. Gleiches gelte für die Entwicklung kausal wirksamer Substanzen wie Prokinetika und Oesophagussphinkter-Stabilisatoren, sagte der Pharmakologe bei einer Veranstaltung des Unternehmens Byk Gulden in Frankfurt/Main.
PPIs blieben in der Akut-und Langzeittherapie von Reflux und Ulcus deshalb der Goldstandard, ergänzte Prof. Theo Scholten (Hagen). Auf Milligramm-Basis wirkten alle derzeit und demnächst verfügbaren Produkte gleich stark säurehemmend. Aufgrund seiner hohen Bioverfügbarkeit (77 Prozent) setze unter Pantoprazol die Schmerzlinderung jedoch deutlich früher ein als bei Vergleichspräparaten. Diese schnelle Wirkung ist seiner Ansicht nach nicht nur in der Akuttherapie wichtig, sondern erlaubt auch eine bedarfsorientierte Behandlung in der Langzeittherapie.
Da Ulcus und Reflux weitgehend auf einen unvorteilhaften Lebensstil zurückgehen und deshalb mit steigendem Alter häufiger werden, ist aus klinischer Sicht ein risikoarmes Wirkprofil wünschenswert: Schon bei den 60-Jährigen benötigen circa 60 Prozent eine Komedikation, etwa ein Drittel der 75-Jährigen nimmt regelmäßig fünf Arzneimittel ein. Pantoprazol (Pantozol®) zeichnet sich nach Worten der Referenten in dieser Hinsicht durch eine hohe Anwendungssicherheit aus; so sind im Unterschied zu Vergleichssubstanzen keine Wechselwirkungen mit Diazepam, Imipramin, Digoxin, Nifedipin, Metoprolol, Warfarin oder Carbamazepin zu befürchten. Dr. Renate Leinmüller
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