ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2000Auslandsreise-Kran­ken­ver­siche­rung: Weltweiter Schutz

Versicherungen

Auslandsreise-Kran­ken­ver­siche­rung: Weltweiter Schutz

Dtsch Arztebl 2000; 97(44): [78]

EB

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LNSLNS Die goldene Stadt Prag im Herbst erleben – gerade bei Deutschen sind solche Abstecher ins Nachbarland sehr beliebt. Aber Achtung: Seit Anfang des Jahres müssen Ausländer auch bei touristischen Aufenthalten in der Tschechischen Republik einen dort gültigen Kran­ken­ver­siche­rungsschutz nachweisen. Kann keine Bescheinigung über Kran­ken­ver­siche­rungsschutz vorgelegt werden, droht ein Bußgeld von bis zu 10 000 Kronen. Das sind rund 600 DM.
Die notwendige Bescheinigung über den bestehenden Kran­ken­ver­siche­rungsschutz zu bekommen ist für Privatversicherte kein Problem: Sie erhalten sie von ihrer privaten Kran­ken­ver­siche­rung. Anders sieht das für gesetzlich Versicherte aus: Da zwischen der Bundesrepublik und der Tschechischen Republik kein Sozialversicherungsabkommen besteht, gilt der Schutz der gesetzlichen Krankenkassen hier nicht.
Absichern können sich gesetzlich Versicherte nur über den Abschluss einer zusätzlichen Auslandsreise-Kran­ken­ver­siche­rung, die von privaten Kran­ken­ver­siche­rungen wie etwa der Victoria angeboten wird. Doch drohendes Bußgeld hin oder her – eine Auslandsreise-Kran­ken­ver­siche­rung mit weltweitem Versicherungsschutz inklusive Rücktransport ist für gesetzlich Versicherte prinzipiell eine Überlegung wert. Gesetzlicher Kran­ken­ver­siche­rungsschutz besteht nämlich nur in EU-Ländern und in Ländern, mit denen die Bundesrepublik ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat. Bei Fernreisen sind gesetzlich Versicherte meist nicht abgesichert. Auch in den europäischen Nachbarländern wird der Auslandskrankenschein der gesetzlichen Kassen oft nicht anerkannt. Darüber hinaus wird ein Rücktransport von den gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich nicht übernommen. EB
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