ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2000Rinderseuche BSE: Mangelnde Kennzeichnung

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Rinderseuche BSE: Mangelnde Kennzeichnung

Dtsch Arztebl 2000; 97(46): A-3044 / B-2576 / C-2288

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LNSLNS Ministerin Fischer droht EU-Partnern mit Importverboten und setzt Frist.

Nur Belgien, Luxemburg und Irland haben bislang eine mit Deutschland vergleichbare Kennzeichnung von Rindfleisch eingeführt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Europäischen Kommission. Jenen EU-Partnern, die der von Brüssel verordneten Kennzeichnungspflicht bisher nicht nachgekommen sind, droht Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Andrea Fischer mit Importverboten. Nach einem Gespräch mit EU-Kommissar David Byrne sieht sie aber „Bewegung auf EU-Ebene“. Byrne habe signalisiert, bei den EU-Staaten auf Einhaltung der Kennzeichnungspflicht zu dringen. Ministerin Fischer setzte den Ländern eine Frist bis Ende des Jahres.
Heftig umstritten ist weiterhin die Forderung nach einem Einfuhrverbot für britisches Rindfleisch. Der Bundesrat vertagte trotz der Einwände einiger Länder seine Entscheidung über mehrere solche Anträge. Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium lehnt ein Importverbot für britisches Rindfleisch ab. Dies würde den Schutz der Verbraucher nicht verbessern und die Bürger in falscher Sicherheit wiegen, sagte Staatssekretär Erwin Jordan. Direkt aus Großbritannien werde ohnehin kein Rindfleisch nach Deutschland gebracht. Das Problem seien die Grauimporte über jene EU-Länder, die „british beef“ nicht kennzeichneten.


Seit 1. September muss Rindfleisch so gekennzeichnet sein, dass der Verbraucher seine Herkunft erkennen kann.
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