ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/1996Rheumatologen-Verbände planen flächendeckende „Versorgungslandkarte“

POLITIK: Aktuell

Rheumatologen-Verbände planen flächendeckende „Versorgungslandkarte“

Glöser, Sabine

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LNSLNS Ende Juli haben die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) und der Berufsverband Deutscher Rheumatologen (BDR) eine Befragung gestartet, um einen aktuellen Überblick über die rheumatologische Versorgung in Deutschland zu gewinnen. Im Rahmen dieser repräsentativen Erhebung erhalten alle Rheumatologen einen Fragebogen. Ziel ist es, ein Register zu erstellen, in dem alle rheumatologisch tätigen Ärzte verzeichnet sind.
Die Erfassung der Zahl der berufstätigen Ärzte mit der Schwerpunktbezeichnung Rheumatologie gebe allerdings keine Auskunft über den tatsächlichen fachärztlichen Versorgungsgrad, begründen die Initiatoren die Erhebung. Die rheumatologische Versorgung sei weder quantitativ erfaßt noch qualitativ genau definiert. So hätten sich auf allen Ebenen des Gesundheitssystems unterschiedliche Versorgungsstrukturen der Rheumabehandlung entwickelt. Einheitliche Maßstäbe der Qualitätssicherung fehlten ebenso wie eine transparente Kostenstruktur. Bei der geplanten Fortschreibung des Rheumaberichtes 1987 der Bundesregierung habe der BDR die Aufgabe übernommen, den Stand der rheumatologischen Versorgung in Deutschland differenziert darzustellen.
Großen Wert legen die Verbände der Rheumatologen auf eine flächendeckende und lückenlose Erhebung. Ärzte, die den Fragebogen bisher noch nicht erhalten haben, können sich an den BDR (Dr. med. Thomas Karger, Im Haubrichhof 5, 50676 Köln) oder die DGRh (Prof. Dr. med. Gerd Weseloh, Waldkrankenhaus St. Marien, Rathsberger Straße 57, 91054 Erlangen) wenden. Eine Kommission wird die Ergebnisse zusammenfassen. Im Januar 1997 sollen die Daten in Form einer "Versorgungslandkarte" publiziert werden. "Mit einem derartigen Register haben wir ein wichtiges Werkzeug für die zu erwartende härtere Auseinandersetzung um die medizinische Versorgung", hebt der Vorsitzende des BDR, Dr. med. Thomas Karger, hervor. SG
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