ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2000Schwangerenberatung: Kirche geht in die Offensive

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Schwangerenberatung: Kirche geht in die Offensive

Dtsch Arztebl 2000; 97(48): A-3216 / B-2708 / C-2400

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LNSLNS Die Deutsche Bischofskonferenz startet bundesweite Kampagne.
Die Deutsche Bischofskonferenz geht in die Offensive. Mit einer bundesweiten Informationskampagne unter dem Motto „Wir helfen und beraten weiter“ soll die Fortsetzung der Schwangerenberatung der katholischen Kirche in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Damit wolle man dem Eindruck entgegenwirken, die katholische Kirche ziehe sich ganz aus der Schwangerenberatung zurück, erklärte Bischof Dr. Karl Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, in Berlin.
Auf Weisung des Papstes und eines Beschlusses der deutschen Bischöfe sollen die kirchlichen Beratungsstellen spätestens ab Januar 2001 keine Beratungsscheine mehr ausgeben dürfen, die Voraussetzung für eine straffreie Abtreibung sind. Lehmann bekräftigte allerdings, dass die katholische Kirche weiterhin schwangere Frauen in Konfliktlagen beraten und konkrete Hilfen geben werde.
Das Motiv der Kampagne – eine nackte Frau in Embryonalhaltung – ist innerhalb der Kirche auf Kritik gestoßen. Die Deutsche Bischofskonferenz befürwortete das Konzept jedoch einstimmig. Ab dem 1. Januar soll die Kampagne mit Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften, Plakaten und einem TV-Spot starten.
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