ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2000Interessenkonflikte: Nichts zu offenbaren

POLITIK: Medizinreport

Interessenkonflikte: Nichts zu offenbaren

Dtsch Arztebl 2000; 97(48): A-3232 / B-2732 / C-2540

kch

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LNSLNS Die American Heart Association (AHA) reagiert auf die zunehmende Kommerzialisierung der medizinischen Forschung. Mit der Einladung zur diesjährigen Jahrestagung in New Orleans hatte die Gesellschaft jeden der Referenten aufgefordert, zu Beginn seines Vortrages auf einem Dia mögliche Interessenkonflikte aufzudecken. Die Mehrzahl der Vortragenden folgte dieser Aufforderung; schätzungsweise 80 bis 90 Prozent hatten allerdings „nichts zu offenbaren“. Ein Trend bestätigte sich dennoch: Je besser das Renommee eines Referenten, desto länger war die Liste der Firmen, zu denen er finanzielle Verbindungen einräumte, etwa Beraterverträge. Bezeichnend ist, dass sich aber auch die AHA selbst wie fast alle medizinischen Fachgesellschaften den Verdacht gefallen lassen muss, nicht frei von Interessenkonflikten zu sein: Der US-Herzärzte-Verband verteilt jedes Jahr Dankesurkunden an ein halbes Dutzend Pharmafirmen, die ihn besonders freigiebig finanziell unterstützen. kch

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