ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2000Sterbehilfe: Herbeireden

BRIEFE

Sterbehilfe: Herbeireden

Dtsch Arztebl 2000; 97(48): A-3252 / B-2748 / C-2555

Reitis, Rolf

Zu dem Leserbrief „Herbeigeredet“ von Dr. Gottlob Flier in Heft 40/2000
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LNSLNS Die Sorgen der Patienten um einen würdigen Tod muss der Arzt schon herbeireden, zum Beispiel mit der Frage an ihn: „Haben Sie Angst vorm Sterben?“ Dann wird man hören, dass vor einem normalen Tod keine Angst besteht, aber vor einem Sterben, das die Qualität von Folter annimmt. Wir alle wissen, dass es derartige „natürliche“ Tode gibt, zum Beispiel bei Totalnekrose des Gesichts, beim Basaliom oder Erstickungen bei pulmonalen Komplikationen.
Fragt der Arzt nicht, so bleibt die Mauer des Schweigens bestehen, der Patient nimmt, wie Kollege Flier beobachtet, ganz zum Unverständnis der Ärzte oft Therapien in Kauf, die das Leid nur verstärken, aus Angst vor einem qualvollen Tod.
Ich bin nicht gegen eine finale aktive Euthanasie in dem Extremfall übergroßen Leides.
Dr. med. Rolf Reitis, Lüneburger Weg 1, 29328 Faßberg
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